Nettetal. Ab dem 14. April wird die Jugendarbeit in Nettetal durch eine zweite Streetworkerstelle ergänzt. Der neue Mann, Friedel Plöger, stellte sich am Dienstagabend dem Jugendausschuss vor.
Der 52-Jährige arbeitet seit 25 Jahren in der evangelischen Jugendarbeit, zuletzt in Willich - wohl auch ein Grund, warum sich der Träger der Stelle, die evangelischen Kirchengemeinde Kaldenkirchen, für den Pädagogen entschieden hat.
„Ich fühle mich als Anwalt der Jugendlichen. Ziel meiner Arbeit ist es, den Jugendlichen Handwerkszeug an die Hand zu geben, damit sie ihr Ziel im Leben finden“, so Plöger. Wie genau die Arbeitsfelder aussehen, das muss der Sozialarbeiter mit seiner Streetworkerkollegin Marie Luise Hellekamps noch absprechen. Auch wo Plöger sein Büro unterbringen wird, ist noch nicht geklärt. „Ich kann mir durchaus ein fahrendes Büro vorstellen, für das ich nur ein Laptop und ein Handy brauche“. Auch ein Wohnwagen sei denkbar.
Die Erfahrungen seiner bisherigen Arbeit als Zirkuspädagoge fließen sicher in die neue Stelle mit ein. Dabei möchte er aber nicht die Rolle des Zirkusdirektors mimen. „Ich orientiere mich bei meiner Arbeit an den Interessen der Jugendlichen“. So sind Projekte im Kinder- und Jugendkulturbereich geplant. Was genau das sein wird, das bestimmen die Jugendlichen. Von der Filmnacht bis hin zu konkreten Kunstprojekten kann alles dabei sein. „Mir ist wichtig, dass Jugendliche ein Forum finden. Meine Arbeit bewegt sich dabei zwischen Einzelfallhilfe und der Begleitung von Jugendlichen auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden“, so Plöger.
Bei der nächsten Soccer @midnight-Veranstaltung am 3. April, ist Plöger offiziell noch nicht im Dienst. Würde er trotzdem vor Ort sein, könnte er das neue Sicherheitskonzept der Stadt erleben. Die fordert zur Durchführung der Veranstaltung vier Securitykräfte, die beiden Ordnungshelfer der Stadt, Streifenfahrten der Polizei sowie Sicherung der Halle und der benachbarten Schule durch Ordner.