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Nicht selten wird man mit dem Begriff „Transkription“ konfrontiert. Allerdings wissen viele gar nicht, was es damit im Detail auf sich hat. Schließlich hört man davon auch häufig in der Biologie oder Musiktheorie. Damit hat diese Form der Transkription jedoch nichts zu tun. Schaut man sich die Wortherkunft etwas genauer an, erkennt man, dass damit so etwas wie eine Umwandlung oder eine Übertragung gemeint ist. Aber was heißt das genau? Und wie funktioniert die Transkription überhaupt?

Transkription – das steckt dahinter

Grundsätzlich ist die Transkription ein ausgesprochen aufwendiger Prozess: Es geht ganz einfach darum, eine Tonaufnahme zu verschriftlichen. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Diskussion in der Gruppe, ein Interview oder eine Rede handeln. Solche Gespräche werden zwar mit entsprechenden Aufnahmegeräten aufgenommen, werden aber später häufig in Form einer Textdatei benötigt – beispielsweise zur Veröffentlichung in einer Zeitung.

Die Voraussetzungen und die Vorbereitungen für eine Transkription

Eigentlich ist jeder dazu in der Lage, eine Transkription durchzuführen. Schließlich geht es nur darum, das Gehörte in einen Text zu übertragen. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch natürlich ein gutes Gespür für die Sprache, da der Text ohne Fehler und vor allem sinnvoll übertragen werden muss. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die transkribierten Aufnahmen in vielen Fällen in der Forschung zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund gibt es offizielle Regeln: die inhaltlich-semantischen Regeln von Dresing und Pehl aus dem Jahr 2018. Diese stellen sicher, das einheitlich transkribiert wird – zum Beispiel ohne Satz- oder Wortabbrüche.

Wenn man nun einen Text transkribieren möchte, muss man zunächst die Audiodatei der Wahl auf einem Computer oder einem anderen Gerät, das mit einem Mediaplayer ausgestattet ist, öffnen. Dabei ist es in vielen Fällen erforderlich, die Datei in ein übliches Format zu konvertieren. Ansonsten kann es sein, dass es beim Abspielen zu Problemen kommt. In einem zweiten Fenster öffnet man ein Programm zur Textverarbeitung. Hier stellt man alle wichtigen Aspekte (zum Beispiel eine Schriftgröße von 12 und einen Zeilenabstand von 1,5) ein.

Die Transkription

Nun kann man mit der eigentlichen Transkription beginnen. Dafür hört man sich die Datei in kleinen Abschnitten an und verfasst den passenden Text. Wie lang die Abschnitte sind, hängt von den eigenen Fähigkeiten ab. Meistens ist es so, dass man mit zunehmender Erfahrung auch längere Abschnitte verschriftlichen kann. Manchmal kann es auch sein, dass ein Sprecher besonders schnell spricht. In diesem Fall ist es ausgesprochen nützlich, wenn der Audioplayer die Datei langsamer abspielen kann. Wenn man fertig ist, hört man sich die komplette Aufnahme erneut an. Dadurch kann man eventuelle Fehler korrigieren und die Einhaltung aller Regeln kontrollieren.

Wie viel Zeit benötigt man, um eine Transkription durchzuführen?

Wie viel Zeit man benötigt, um eine Transkription durchzuführen, hängt in erster Linie davon ab, wie erfahren man ist. Allerdings kann man sagen, dass man im Durchschnitt das Vier- bis Sechsfache der Aufnahmelänge benötigt, um die Audiodatei in Textform zu bringen. Korrekt heißt das: Wenn man sich die Transkription eines 30-minütigen Interviews vornimmt, braucht man dafür in der Regel zwei bis drei Stunden. Wenn man jedoch nicht besonders erfahren ist, kann es auch deutlich länger dauern.

Fazit

Eine Transkription ist eine ausgesprochen wichtige Dienstleistung, die in den verschiedensten Bereichen des alltäglichen Lebens benötigt wird. Auch wenn es grundsätzlich so scheint, dass jeder eine Transkription durchführen kann, benötigt man häufig einen erfahrenen Profi, der die Aufnahme effizient verschriftlichen kann.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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