BARFen: Das hilft bei Verdauungsproblemen

Leiden Hunde oder Katzen unter Problemen mit ihrer Verdauung, kann dies vielfältige Ursachen haben. Die Magen-Darm-Beschwerden äußern sich dabei in Form von Durchfall, Verstopfung oder einem verringerten Stuhlgang.

Auslöser können sowohl in Infektionen als auch in aufgenommenen unverträglichen Stoffen, mangelnder Futterqualität, falscher Nahrungszusammenstellung, Futterumstellung oder zu kaltem Futter bestehen. Generell gilt, dass ein Tierarzt aufgesucht werden sollte, wenn die Verdauungsprobleme länger als zwei bis drei Tage bestehen. Jedoch können sich leichte Verdauungsprobleme in der Regel auch mithilfe einer gesunden Schonkost oder Hausmitteln schnell wieder in den Griff kriegen lassen.

Welche Lösungen helfen, wenn der Verdauungstrakt des Hundes nach der Umstellung zum BARFen nicht mehr ordnungsgemäß zu funktionieren scheint, zeigt der folgende Artikel.

Verringerter Kotabsatz

Wird eine Umstellung des Futters vorgenommen kommt es recht häufig zu einem verringerten Absatz von Kot. Grund dafür ist, dass das BARF-Futter wesentlich besser als getreidehaltiges Futter verwertet werden kann. Es handelt sich dabei um eine vollkommen normale Reaktion des Organismus, sodass kein Grund zur Sorge besteht.

Jedoch sollte stets darauf geachtet werden, dass das Tier weiterhin regelmäßig zumindest kleine Kotmengen absetzt. Andernfalls könnte eine Verstopfung vorliegen. Innerhalb weniger Tage sollte sich das Verdauungssystem an das neue Futter gewöhnen, sodass die Menge an Kot wieder ansteigt.

Verstopfungen bekämpfen

Leidet das Tier unter Problemen durch zu harten Kot oder empfindet beim Absetzen Schmerzen, liegt dies häufig an einer zu geringen Bewegung oder der falschen Fütterung. Bereits verdaute Nahrung sammelt sich bei einer Verstopfung im Dickdarm an, sodass diese gar nicht mehr oder lediglich unter großer Anstrengung abgesetzt werden kann. Entstehen kann dieses Problem beispielsweise, wenn im Futter zu viele Knochen enthalten sind oder der Gehalt an Rohfasern nicht korrekt gewählt ist.

Die Fütterung sollte daher stets ausreichend fettarmes Muskelfleisch umfassen, welches besonders leicht verträglich und gut verdaulich ist. Daneben kommt es darauf an, dass genügend Ballaststoffe im Futter zu finden sind, da diese den Kot gleitfähig und geschmeidig machen. Lebensmittel, die besonders viele Ballaststoffe enthalten, sind unter anderem Zucchini, Spinat, Kartoffeln, Karotten, Brokkoli oder Äpfel.

Liegt eine akute Verstopfung vor, sollte insbesondere auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr beziehungsweise Wasseraufnahme geachtet werden. Eine Entleerung des Darms wird darüber hinaus durch die Fütterung von Milchprodukten unterstützt. Das gleiche gilt für hochwertige Öle, wie Hanf- oder Leinöl, und Flohsamenschalen. 

Durchfall lindern

Durchfall kann in vielen unterschiedlichen Konsistenzen auftreten. Gründe für den zu weichen Kot bestehen häufig in einer falschen und zu schnellen Umstellung des Futters oder einer falschen Ernährung. Daneben sollten aber auch weitere Auslöser für den Durchfall in Betracht gezogen werden, wie Infektionen, Allergien oder verdorbene Lebensmittel.

Kohletabletten stellen eine besonders einfache Möglichkeit dar, um akuten Durchfall zu lindern. Daneben wird der Stuhl außerdem durch die Gabe von rohen Knochen ohne Fleisch gefestigt. Ein wahrer Geheimtipp besteht außerdem in Möhren: Diese müssen sehr lange gekocht werden, damit ein spezielles Zuckermolekül freigesetzt wird. Dieses bewirkt, dass sich an der Darmwand Darmbakterien ansiedeln können, welche die Erreger, die den Durchfall auslösen, bekämpfen.

Sobald der Durchfall nicht mehr akut ist, kann die Darmflora mithilfe einer gezielten Schonkost wieder gestärkt werden. Gut geeignet sind dafür beispielsweise Hähnchengulasch mit Reis, schmackhaftes Pferdefleisch oder magere Rindfleisch-Produkte.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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