Ausbildereignung – so werden Sie Ausbilder

Damit Unternehmen ausbilden können, bedarf es einer hohen Qualifikation an Ausbildern. Eine Ausbildung sollte dabei fachbezogen und effizient ablaufen, um den Auszubildenden den Lernstoff zu vermitteln. Vor allem der Umgang mit jungen Menschen ist gefragt, die den Grundstein für das Berufsleben erlernen sollen.

Wer ist berechtigt auszubilden?

In Deutschland gibt es eine Ausbildereignungsverordnung (AEVO), welche genau regelt, wer ausbilden darf. Dabei stehen drei Faktoren im Vordergrund, zum einen muss ein Ausbilderschein vorliegen, das notwendige Fachwissen vorhanden sein und kein Hindernisgrund vorliegen, um junge Menschen zu „unterrichten“.

Um einen gültigen Ausbilderschein zu bekommen, ist es notwendig vor der ansässigen Industrie- und Handwerkskammer eine Prüfung abzulegen. Dabei geht es vor allem um die „pädagogische Eignung“. Diese Prüfung besteht aus zwei Teilen, einem theoretischen und einem praktischen Bereich. Wenn diese beiden Bausteine bestanden wurden, gibt es einen Nachweis für eine berufs- wie auch arbeitspädagogische Eignung (den Ausbilderschein). Die Durchfallquote Ausbildereignungsprüfung ist im Allgemeinen recht gering. Um eine Ausbildereignung zu bekommen, muss das berufliche Fachwissen vorhanden sein, dazu muss keine Prüfung abgelegt werden, es reicht aus, wenn ein Nachweis in Form von Zeugnissen oder beruflichen Qualifikationen besteht. Das Fachwissen muss in der jeweiligen Branche vorliegen, dies kann zum Beispiel eine klassische Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium sein.

Mögliche Hindernisfaktoren

Um als Ausbilder tätig zu werden, ist ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis erforderlich. Es darf keine Straftat aus der Vergangenheit vorliegen und kein Verstoß gegen das bestehende Betäubungsmittelgesetz. Wer sich keinen gesetzlichen „Fehltritt“ erlaubt hat, kann diesen Punkt problemlos erfüllen.

Persönliche Eignung

Eine Tätigkeit als Ausbilder erfordert vor allem eine hohe Aufgeschlossenheit gegenüber jungen Erwachsenen. Dazu gehört vor allem die Freude an der Vermittlung von Kenntnissen im beruflichen Bereich. Neben einer guten Fachkompetenz ist vor allem viel Geduld gefragt, weil es für viele Auszubildende ein ganz neuer Lebensabschnitt ist. Zudem ist es wichtig schwierige Prozesse einfach und verständlich zu erklären. Dazu sollten praxisbezogene Beispiele und Tipps mit eingebracht werden.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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