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Insbesondere im digitalen Zeitalter sind Unternehmen fortwährend mit immer neuen Veränderungen konfrontiert. Digitalisierung und Automatisierung sind nur einige Beispiele. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigen moderne Unternehmen ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit. Hier kommt der sogenannte Agile Coach ins Spiel. Dieser unterstützt Unternehmen aller Art, Flexibilität für bestehende Unternehmensprozesse zu schaffen.

Agile: Das Konzept hinter dem Wort

Um die Bedeutung eines Agile Coaches zu verstehen, ist es ungemein wichtig, sich zunächst vor Augen zu führen, was die Tätigkeit eigentlich bedeutet. Der Begriff “agile” kommt aus dem Englischen, hat aber auch in der deutschen Sprache mit “agil” ein geeignetes Pendant. Zur Gründungszeit des Agile Coachings gab es noch weitere konkurrierende Bezeichnungen. Dazu zählen etwa, frei übersetzt, flexibel und adaptiv. Im Grunde bieten all diese Adjektive den Grundstein, um die Arbeit eines Agile Coaches zu verstehen. So besteht sein Ziel darin, die Entwicklungsarbeit innerhalb eines Unternehmens auch mit einer veränderten Umgebung zukunftsfähig zu gestalten, was durch Agilität, Flexibilität und Anpassung erreicht wird. Agil zu sein bedeutet also, lernfähiger zu werden. Damit ist gewährleistet, dass man sich an die ständig ändernden Anforderungen und Herausforderungen anpassen kann. Der Agile Coach vermittelt genau diese Fähigkeiten, um Teams, ganze Organisationen oder Einzelpersonen darin zu unterstützen. Der Agile Coach hilft agile Fertigkeiten, Werte, Prinzipien und Praktiken zu vermitteln und zu leben.

Agile Coaching in der Praxis

Zu den Grundelementen des Agile Coachings zählt zunächst die Reflektion. Wie das Sprichwort “Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung nahelegt”, geht es dabei zunächst darum, den Ist-Zustand zu bewerten und kritisch zu reflektieren. Ein Agile Coach hat dabei den Vorteil, nicht allzu stark in unternehmensinterne Prozesse integriert zu sein und kann daher eine objektive Beobachterrolle einnehmen. Dies ermöglicht es ihm, in Rücksprache mit dem Klienten, seine Reflektion zielführend anzugehen. Für Führungskräfte bedeutet dies zumeist die Arbeit “am System” und nicht mehr “im System”. Insbesondere die Organisationsstruktur kann dabei ein Angriffspunkt sein, die im Agile Coaching dynamisiert wird.

Jedoch ist der Agile Coach nicht mit einem klassischen Berater oder Trainer zu verwechseln. Statt einfach vorzugeben, was zu passieren hat, ist der Agile Coach eher ein Begleiter und Unterstützer. Er gibt Impulse, etwa durch das Stellen von Fragen, und liefert Feedback. Dadurch fördert er die Eigenverantwortung und Selbstorganisation des Unternehmens. Agilität soll im Unternehmen etabliert werden, auch ohne sein aktives Zutun. Eine Kultur des Vertrauens und der kontinuierlichen Verbesserung ist sein Ziel. Dabei lernt er selbst, entwickelt sich weiter und probiert neue Methoden und Tools aus.

Erfolgsgarant oder leere Versprechungen?

Agile Coach ist keineswegs eine geschützte Berufsbezeichnung. Daher ist es für Unternehmen schwer, einen qualifizierten Coach zu identifizieren. Es sind einige Kompetenzen notwendig, um sich fachlich wie persönlich als Agile Coach Freelancer zu qualifizieren. Dazu gehört unter anderem ein fundiertes Wissen über agile Werte, Prinzipien und die Praxis. Der Agile Coach wendet und passt Methoden und Frameworks beim Coachen und Moderieren von agilen Teams an. Er bleibt selbst agil und versucht nicht, vorgefertigte, starre Muster auf seine Klienten zu übertragen. Veränderungen im Unternehmen oder bei Einzelnen gestaltet und begleitet er. Er nutzt agile Metriken und Messinstrumente, um zu sehen, wo er sich selbst und das Team modifizieren kann. Dabei kommen ihm persönliche Kompetenzen wie eine offene und neugierige Haltung zugute. Im Umgang mit Menschen erweist er sich als emphatisch und kommunikationsfähig. Während seiner Arbeit passt er sich an und zeigt Lernbereitschaft. Seine Ausstrahlung wirkt positiv und motivierend.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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