EMS-Training: Was bringt es?

EMS, das Elektromuskelstimulations-Training, soll dazu führen, mit nur 15 Minuten Training bereits in kurzer Zeit den Traumkörper zu erreichen.

Dabei basiert das Prinzip des EMS-Trainings auf einer Aktivierung der Muskeln durch gezielte elektrische Impulse. Während diese beispielsweise durch einen Bauchmuskelgurt an die entsprechenden Muskelgruppen gesendet werden, wird ein herkömmliches Workout durchlaufen. Durch die elektrischen Impulse wird dabei allerdings eine hochintensive Muskelkontraktion ausgelöst. Durch diese verstärkt sich das Muskelwachstum.

Anbieter des EMS-Trainings werben damit, dass jeder Trainierende mit dem Elektromuskelstimulations-Training die Möglichkeit haben soll, seine persönlichen Fitnessziele zu erreichen, ohne, dass dafür ein hoher Arbeits- oder Zeitaufwand nötig ist.

Doch was bringt das EMS-Training wirklich? Der folgende Artikel klärt über Vor- und Nachteile des Trainings durch mit der elektrischen Muskelkontraktion auf.

Die Vorteile des EMS-Trainings

Mit dem EMS-Training gehen tatsächlich zahlreiche Vorteil für die körperliche Fitness einher.

Hochintensive Kontraktion der Muskulatur

Es wäre eine Fehlannahme, zu denken, dass die elektrischen Impulse bei dem EMS-Training die Arbeit ganz allein übernehmen. Diese werden nämlich von herkömmlichen Übungen, die der Trainierende ausführen muss, wie beispielsweise Crunches oder Squats, begleitet. Allerdings wird durch die elektrischen Impulse eine Vollspannung erzielt, die sich auf den kompletten Körper auswirkt und somit sämtliche Muskelgruppen beansprucht.

Gegen die Impulse muss der Körper kontinuierlich ankämpfen, wodurch es zu einer hochintensiven Muskelkontraktion kommt. Das Muskelwachstum wird durch diese spezielle Belastung und die mit ihr verbundene Regeneration optimiert.

Darüber hinaus erhält der Trainierende durch das EMS-Training die Chance, auch ein gezieltes Training der kleineren Muskelgruppen sicherzustellen und so seine persönlichen Fitnessziele zu erreichen.

Geringer Zeitaufwand

Mit Umziehen, dem Trainingsprogramm selbst und dem anschließenden Duschen gehen im Fitnessstudio zwei Stunden schnell um. Somit müssen Sportler für ein Workout viel Zeit investieren. Bei dem EMS Training sieht dies jedoch anders aus.

Ein Workout mit elektrischen Impulsen dauert maximal nur 30 Minuten, in denen die gewünschte Muskelkontraktion dennoch erreicht wird. Zwar ist das EMS-Trainings selbst in der Regel an feste Termine gebunden, jedoch kann es aufgrund der kürzeren Trainingseinheiten von vielen Menschen wesentlich besser in ihren Alltag integriert werden.

Hoher Energieverbrauch

Ein optimales Fitness-Training sollte idealerweise aus einer Kombination von Beweglichkeits-, Cardio-, und Krafttraining bestehen. Mit kurzen Einheiten, die hochintensiv ausfallen, schafft es das EMS-Training, das Krafttraining ideal zu ersetzen.

Durch die intensive Kontraktion der Muskulatur gestaltet sich dabei der Verbrauch an Kalorien recht hoch. Um den Traumkörper zu erreichen, kommt es jedoch natürlich auch auf eine angepasste Ernährungsweise an, denn mit dem EMS-Training wird vorrangig das Ziel des Muskelaufbaus verfolgt.

Hat EMS-Training auch Nachteile?

Diejenigen, die das effektive EMS-Training gerne einmal selbst ausprobieren möchten, sollten im Vorfeld allerdings auch ein paar Nachteile bedenken.

So besteht das Ziel des EMS-Trainings vor allem in einer hochintensiven Belastung der Muskulatur. Im Vordergrund steht dadurch nicht die Verbrennung von Fett, weshalb das EMS-Training nicht unbedingt die erste Wahl für eine Gewichtsreduktion darstellt. Allerdings sorgt eine höhere Muskelmasse im Alltag für einen höheren Kalorienverbrauch.

Daneben ist das EMS-Training nicht für alle Menschen gleichermaßen gut geeignet. Diabetiker sollten zum Beispiel vor dem Training Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Nicht ausgeführt werden darf das EMS-Training von schwangeren Frauen und Personen, die einen Herzschrittmacher tragen, da dieser von den Stromimpulsen beeinflusst werden könnte.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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