Joghurt, Quark und Skyr: Wie gesund sind sie wirklich?

Joghurt und Quark sind Milchprodukte, die wohl jeder kennt und die auch in vielen Kühlschränken zu finden sind. Skyr dagegen ist erst in den letzten Jahren in Deutschland populär geworden. Hierbei handelt es sich um ein traditionelles isländisches Milchprodukt, das man mit einem Frischkäse der Magerstufe gleichsetzen kann. Alle drei Milchprodukte enthalten viel hochwertiges Eiweiß und viel Kalzium und gelten als gesund. Doch wie gesund sind sie wirklich? Und welche Unterschiede gibt es zwischen ihnen?

Wie werden Joghurt, Quark und Skyr hergestellt?

Will man Joghurt herstellen, werden Milch Milchsäurebakterien zugesetzt, die den Milchzucker vergären und den Joghurt cremig machen. Je nachdem was für Bakterien verwendet werden, kann der Joghurt in der Art der Konsistenz und dem Geschmack variieren. Es ist auch möglich Joghurt selbst herzustellen. Dafür gibt es verschiedene getestete Joghurtbereiter im Netz.

Bei der Herstellung von Quark verwendet man Lab, das ein Gerinnungsferment aus Kälbermägen ist, und setzt es der Milch zu. Im Lab der Kälber befinden sich zwei Enzyme, das Chymosin und das Pepsin, die die Milch gerinnen lassen. Nach dieser Dicklegung wird dem Quark außerdem Sahne zugegeben, wodurch ein etwas höherer Fettgehalt als beim Joghurt entsteht. Man kann beim Quark verschiedene Fettstufen unterscheiden.Magerquark enthält bis zu 10 Prozent Fett, Halbfettquark bis zu 20 Prozent und Sahnequark hat einen Fettgehalt von bis zu 40 Prozent.

Das Herstellungsverfahren von Skyr ist eine Mischung aus den beiden anderen Verfahren. Zuerst wird Milch mithilfe von Bakterien gesäuert und dann durch die Beigabe von Lab eingedickt. Durch die Milchsäurebakterien ist der Geschmack von Skyr etwas säuerlicher als der von Quark und die Konsistenz ist etwas fester als die von Joghurt.

Der Eiweißgehalt von Joghurt, Quark und Skyr


Der Eiweißgehalt der drei Milchprodukte variiert stark, so enthält Joghurt 4 bis 10 Gramm, Skyr 10 Gramm und Quark 14 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm. Doch wofür benötigt unser Körper überhaupt das Eiweiß? Durch Eiweiß (Protein) werden die Muskeln und Knochen im Körper gebildet. Es wird Fett und Sauerstoff transportiert, sowie Eisen aufgenommen. Eiweiß hilft bei der Abwehr von Krankheitserregern und der Reparatur von defekten Zellen und sorgt dafür, dass Nägel und Haare gesund nachwachsen. Wie viel Eiweiß pro Tag aufgenommen werden muss, hängt vom Körpergewicht ab und kann individuell berechnet werden.

Der Kalziumgehalt von Joghurt, Quark und Skyr

Milchprodukte sind vor allem bekannt als gute Kalziumquellen. Kalzium ist beispielsweise für den Knochenaufbau wichtig und sollte deshalb ausreichend aufgenommen werden. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt täglich eine Aufnahme von 1.000 Milligramm Kalzium. In Quark stecken 90 Milligramm, in Joghurt 130 Milligramm und in Skyr 150 Milligramm Kalzium pro 100 Gramm.

Der Fettgehalt von Joghurt, Quark und Skyr

Die drei Milchprodukte enthalten vor allem gesättigte Fettsäuren, die das schlechte LDL-Cholesterin im Blut erhöhen und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können. Trotzdem benötigt der Körper sie in kleinen Mengen als Botenstoff.

Skyr enthält mit 0,2 bis 0,5 Prozent Fett pro 100 Gramm am wenigsten Fett. Danach kommt Joghurt mit 3,5 Prozent. Quark hat den höchsten Fettgehalt mit 10 Prozent (Magerquark). beim Joghurt und Quark gibt es verschiedene Fettstufen. Menschen, die an Übergewicht oder erhöhten Cholesterinwerten leiden, sollten zu den fettarmen Varianten greifen.

Joghurt, Quark und Skyr sind sehr gesund und können als gute Eiweiß- und Kalziumquelle dienen, solange man sie als Naturprodukt konsumiert. Fertigprodukte enthalten viel industriell hergestellten Zucker und Konservierungsstoffe, die dem Körper auf Dauer schaden können.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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