Smart Glasses: Kein Sci-Fi-Traum mehr

Die beeindruckenden Sci-Fi Serien und Filme aus den 1980er und 1990er Jahren sind vielen Menschen noch außerordentlich gut im Gedächtnis. Zu dieser Zeit galt die VR, die virtuelle Realität, als die Technologie der Zukunft schlechthin. Es fand schon zu Zeiten vor Windows 95 ein regelrechter Hype um die vielversprechende Technologie statt.

Zu dieser Zeit war an das Smartphone noch nicht zu denken. Ebenfalls existierten keine geeigneten Displays oder Akkus. Produkte aus dem Bereich der Virtual Reality galten höchstens als Nischenprodukte für wahre Computer-Nerds. Dennoch träumten die Menschen bereits vor vielen Jahren davon, mithilfe der VR vollständig in virtuelle Welten eintauchen zu können.

Zu Beginn der 2010er Jahre erhielt die VR-Technologie dann wieder eine verstärkte Aufmerksamkeit. Dies erreichte der Hersteller Oculus. Heutzutage ist bereits eine Vielzahl an Smart Glasses und VR-Brillen erhältlich, beispielsweise die RealWear HMT-1. Wie diese bereits heute in den Alltag von Unternehmen integriert werden können, um Arbeitsabläufe und Prozesse zu optimieren, zeigt der folgende Beitrag.

Der Praxiseinsatz von Smart Glasses

Die AR- und VR-Technologien bieten Unternehmen heute große Chancen. Die AR-Technologie kann über Smart Glasses beispielsweise besonders gewinnbringend in dem Bereich des Kundenservices von Anlagen- und Maschinenbauern eingesetzt werden. Zusammen mit entsprechenden Apps, wie Cisco Remote Expert oder Microsoft Teams, können die geschulten und erfahrenen Techniker ihre Kunden bei der Wartung von Anlagen und Maschinen remote unterstützen – es ist für sie somit nicht mehr nötig, live bei dem Kunden vor Ort zu sein.

Praxisbeispiel KRONES

Einige Unternehmen haben die Smart Glasses bereits fest in ihren Geschäftsalltag integriert, wie zum Beispiel die Firma KRONES, die zu den Weltmarktführern in der Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik gehört.

Genutzt wird von dem Unternehmen die Datenbrille des Herstellers RealWear HMT-1. Der Einsatz der innovativen Datenbrille gestaltet sich so, dass einem Mitarbeiter des Kunden zunächst vor Ort die HMT-1 Datenbrille zur Verfügung gestellt wird. Danach wird dieser durch einen kompetenten Techniker von KRONES über die Brille kontaktiert, um diesem die entsprechenden Anleitungen zukommen zu lassen.

Über eine integrierte Kamera kann der Techniker dabei genau das sehen, was auch der Mitarbeiter vor Ort sehen kann. Der Mitarbeiter kann von dem Techniker nicht nur über die Sprachverbindungen angeleitet werden – ebenfalls besteht die Möglichkeit, über das Mini-Display der Brille zusätzliche Informationen einzublenden. Vor dem Auge des Mitarbeiters erscheint dieses Display als Art des schwebenden Tablets mit einer Größe von rund sieben Zoll.

Integration der Datenbrillen in bestehende Strukturen

Bei der RealWear HMT-1 handelt es sich um eine Datenbrille, die auf Android OS basiert. Genutzt werden kann die Brille gemeinsam mit dem Cisco Remote Expert Client oder Microsoft Teams. Microsoft hat beispielsweise in Kooperation mit RealWear einen Team Client entwickelt, dessen Bedienung komplett über Sprachbefehle gestaltet werden kann. Zusätzliche Lizenzen, um Microsoft Teams für den Einsatz mit RealWear zu nutzen, sind nicht nötig.

Ein Gerät wie die RealWear HMT-1 kann über bekannte MDM-Systeme, beispielsweise von Microsoft Intune / Endpoint Manager oder Mobilelron, sicher angebunden und verwaltet werden. Eine bereits bestehende UCC-Infrastruktur dient dazu, die Datenbrille entsprechend zu vernetzen und erhöht so die Einfachheit und die Sicherheit der Anwendung. Für die Datenbrille kann so ein standardisiertes Client-Design realisiert werden, welches nahtlos in die interne Governance- und Security-Strategie für mobile Endgeräte des Unternehmens integriert werden kann.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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