Glaukomanfall

Glaukomanfall – Ursachen und Maßnahmen

Was ist ein Glaukomanfall und wie kann schnell geholfen werden?

Wird von einem Glaukomanfall gesprochen, bezeichnet dies eine plötzliche Erhöhung des Innendrucks im Auge. Im normalen Verlauf entwickelt sich ein Glaukom langsam und über einen längeren Zeitraum. Hier liegt der Unterschied, bei einem Anfall treten die Symptome von einer auf die andere Minute aus. Dieses Phänomen zählt zu den ophthalmologischen Notfällen.

Ausgelöst wird der Augennotfall durch eine kurzfristig auftretende Störung des Abflusses des Kammerwassers im Auge. Ausgelöst wird ein solcher Anfall durch eine plötzlich auftretende Verengung oder Verlegung des Kammerwinkels in der Regenbogenhaut des Auges, auch Iris genannt. Dieses Phänomen wird auch Pupillarblock oder Winkelblock genannt.

Nach nur kurzer Zeit kommt es, da das Kammerwasser nicht mehr abfließen kann, dazu, dass der Druck im inneren des Auges eklatant ansteigt. Hier kann leicht der dreifache Druck als im normalen, gesunden Zustand erreicht werden. Oft werden hier Werte bis zu 70mmHG beobachtet. Bei einem Vorfall dieser Art ist normalerweise nur eines der beiden Augen betroffen. Kommt es dazu, ist es mit Sicherheit ein absolut dringender Notfall, bei dem ohne Umschweife ein Augenarzt eingreifen muss. Wird hier nicht schnell genug gehandelt, kann der Sehnerv im Auge irreparabel und langfristig geschädigt werden.

Da es so ist, dass die Anatomie der beiden Augen sich grundsätzlich bei einem Menschen ähneln ist nach einem solchen Vorkommen mindestens eine ausführliche Untersuchung des anderen Auges, unter Umständen sogar eine Vorsorge Operation notwendig. Es gibt einige Medikamente, darunter Antiemetika, Antidepressiva und allgemein Medikamente, die anticholinerg wirken, können einen solchen Anfall auslösen oder begünstigen.

Es gibt einige Symptome, die ein Glaukomanfall hervorruft, diese sind unter anderem eine extreme Verhärtung des Augapfels, ein sehr gerötetes Auge und starke Schmerzen im Auge. Außerdem kommt es zu einem Ödem der Hornhaut und auch Magenbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen treten auf. Die Betroffenen klagen oft über einen plötzlichen Sehverlust oder das sehen von Farbringen, gepaart mit starken Kopfschmerzen und Störungen des Herzrhythmus.

Bei einem akuten Anfall wird durch Augentropfen mit Pilocarpin und der Verabreichung von Azetazolamid eingegriffen. Manchmal wenden die Augenärzte auch Betablocker an. Ist kein Augenarzt zu gegen, kann dies auch der Hausarzt verabreichen, denn hier geht es um eine schnelle Reaktion, da sonst Erblindung droht. Im schlimmsten Fall ist ein operativer Eingriff von Nöten, um den Druck im Auge so zu reduzieren.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)