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Freiheit, Natur und Abenteuer – das vereint der Urlaub mit dem Van. Vanlife ist nicht nur Urlaub, sondern auch moderner Lifestyle. Der Trend lässt sich auf Social Media Plattformen und in Communities immer häufiger antreffen – Minimalismus wird zum Lebensstil. Das klassische Camping ist weniger flexibel bei der Routenplanung und mit der eigenen Ausstattung kann man es sich selbst so recht und bequem wie möglich machen.

Planung und Vorbereitung

Auswahl des passenden Vans: Den Beginn eines Vanlifes macht die Auswahl des Vans. Und die berücksichtigt verschiedene Kriterien, wie Größe, Stauraum und Energieversorgung. Viele wägen zwischen neu und gebraucht ab – beide haben Vor- und Nachteile.

Checkliste für die Grundausstattung: Zur Basiseinrichtung gehören der Schlafbereich mit einer Matratze und eine Möglichkeit zum Verdunkeln. Gaskocher, Kühlbox und Wasserkanister passen in die Küchensektion.

Haftpflicht und Kasko für Camper: Jeder, der mit einem Camper auf Reise geht, sollte eine solide Versicherung abschließen. Essenziell ist die Haftpflichtversicherung, die Schäden abdeckt, die der Vanfahrer anderen zufügt. Die Kaskoversicherung dagegen deckt all die Schäden ab, die am Fahrzeug des Vanfahrers entstehen – bspw. bei Unfall, Vandalismus oder Naturereignisse. Zur Option im Kaskobereich stehen Vollkasko und Teilkasko. Welche abgeschlossen wird, hängt vom Sicherheitsbedürfnis der Fahrers ab.

Auslandsschutz und Pannenhilfe: Im Ausland mit dem Van unterwegs könnte eine Versicherung sinnvoll machen, die außerhalb des Heimatlandes greift. Bei einem umfassenden Auslandsschutz werden nicht nur Unfälle gedeckt. Rechtliche Unterstützung bei Streitfällen im Ausland sind zudem abgedeckt. Überdies könnte eine Pannenhilfe Sinn machen, die entweder europaweit oder weltweit greift. Damit ist schnell Hilfe bei Fahrzeugpannen gesichert. In den meisten Fällen sind ein Abschleppservice und ein Ersatzfahrzeug inklusive.

Zeitplanung

Saisonabhängige Vorteile (Sommer vs. Winter)

Das persönliche Vanlife Erlebnis hängt größtenteils von der Reisezeit ab. Lange Tage locken im Sommer mit warmen Wetter und großer Auswahl an Campingplätzen. Nachteil sind überfüllte Plätze und hohe Preise in beliebten Regionen.

Ruhiger wird es im Winter. Touristen bleiben eher aus, das schafft eine besondere Atmosphäre. Damit wäre die kältere Jahreszeit ideal für Menschen, die die Natur und Stille genießen möchten. Allerdings haben kalte Tage Herausforderungen. Eventuelle Straßensperrungen sind möglich und ja, die Tage sind kürzer.

Routenplanung mit Apps und Karten

Stressfreier wird es mit einer guten Routenplanung. Viele machen sich digitale Tools, wie Camping-Apps und Navigationskarten zu Nutze. Mit der Hilfe von Apps lassen sich bequem Tankstellen, Stellplätze und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke aufsuchen. Einige digitale Tools bewerten die Wege und Verfügbarkeiten und stellen Offline-Karten zur Verfügung – praktisch für Regionen mit schwachem Netz. Ergänzend lohnt sich eine klassische Papierkarte als Backup für den Fall technischer Probleme.

Leben im Van

Der Alltag mit dem Van bedeutet Leben und Organisation auf kleinem Raum. Dazu bedarf es eines guten Stauraumkonzepts. Meal-Prep für unterwegs ist eine clevere Möglichkeit, Zeit zu sparen und gesunde Mahlzeiten auch auf Reisen sicherzustellen. Sind Gerichte und Zutaten vorbereitet ist immer etwas Leckeres griffbereit und spontane Kochaktionen bleiben aus. Meal-Prep ist ideal für lange Fahrstrecken oder abgelegene Stellplätze.

Vanlife auf dem Campingplatz bedeutet Komfort und Sicherheit. Stromanschlüsse und sanitäre Anlagen sind gegeben und teils auch WLAN und Waschmöglichkeiten. Der Urlaub mit dem Van am Campingplatz hat seine Vorzügen und eignet sich Urlauber, die Wert auf eine geregelte Infrastruktur legen.

Dem entgegen steht Wildcamping. Damit verbinden Vanlife-Fans Freiheit und Naturerlebnisse – Erlebnisse fernab vom Trubel. Das hat seinen Reiz. Dennoch sollte den Reisenden Vanbesitzer bewusst sein, dass in vielen Ländern Wildcamping gesetzlich eingeschränkt bzw. ganz verboten ist. Um Bußgelder zu vermeiden, ist das Einholen von lokalen Regelungen und Informationen – und deren Beachtung – nötig.

Wusstest du? In Deutschland ist Wildcampen meist verboten!

Sicherheit und Komfort

Alarmanlagen und GPS-Tracker: Sind wertvolle Hilfen und die Investition lohnt sich. Das Sicherheitsgefühl steigt mit einer Alarmanlage oder eine GPS-Tracker. Im möglichen Ernstfall bei Diebstahl des Fahrzeuges könnten die Systeme helfen, beispielsweise durch Ortung des Vans. Vieles im Sicherheitsbereich funktioniert bereit per App.

Internetzugang – mobile Router und SIM-Karten: Diejenigen die während ihres Vanlifes nicht offline gehen möchten, setzen auf mobile Router oder Hotspots. Damit können lokale oder internationale Sims kombiniert werden – mit einer guten stabilen Verbindung. Damit bleibt Navigation, Streaming und Arbeiten von unterwegs aus möglich. Das Datenvolumen und die Netzabdeckung sollte gerade in ländlichen Regionen beachtet werden.

Nachhaltigkeit und Kostenkontrolle

EnergieversorgungWasserverbrauch und AbwasserentsorgungBudgetplanung
Solarzellen vs. LandstromGrauwasser richtig entsorgenFixkosten vs. variable Kosten
Energiesparende Geräte nutzenTrinkwasserquellen unterwegs findenSpartipps: Freistehen, Selbstversorgung

Reinigung und Pflege

FahrzeugpflegeHygiene unterwegs
Regelmäßige Außenwäsche für Lackschutz Innenreinigung: Feuchtigkeit vermeidenMobile Duschen und Sanitärlösungen
Wäsche waschen auf Reisen

Fazit

Vanlife ist Lifestyle – viele schätzen und genießen die Freiheit, müssen sich aber gut organisieren. Die Flexibilität und einzigartige Naturerlebnisse stehen dem Platzmangel und einer akribischen Planung gegenüber. Welche Trends gibt es? Beispielsweise E-Camper als nachhaltige Lösung.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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