Welche Faktoren fließen bei einer Immobilienbewertung ein?

Um den Verkehrswert einer Immobilie zu ermitteln, bedarf es der Berücksichtigung vieler Faktoren. Dafür gibt es unteranderem verschiedenste Bewertungsverfahren.

Wichtige Faktoren bei der Immobilienbewertung

Der wohl wichtigste Punkt bei der Immobilienbewertung liegt in der Lage der Immobilie, gekoppelt an die Infrastruktur. Je besser die Lage, umso höher ist auch der Preis. Der nächste Bewertungsfaktor findet sich in der Größe des Grundstückes. Aber nicht nur die Größe des Grundstückes spielt ein große Rolle, sondern auch die Ausrichtung dessen und der sich eventuell darauf befindenden Immobilie. Natürlich ist auch das Alter der Liegenschaft von immenser Bedeutung. Denn nach in etwa 20 Jahren muss mit ersten Renovierungsarbeiten gerechnet bzw. eine Modernisierung in Betracht gezogen werden. Gerade in Anbetracht des vermehrten Erwerbes sehr alter Gebäude, sollte ein Augenmerk auf Strom- und Gasleitungen, Kanäle und Kanalanschlüsse liegen. Wird die Immobilie nach der Sanierung zum Verkauf angeboten, steigt auch unweigerlich ihr Preis. Des weiteren ist die Nutzbarkeit der Liegenschaft in den Wert mit einzukalkulieren. Könnte sie zum Beispiel Mieterträge erzielen? Auch die wirtschaftliche Situation des aktuellen Immobilienmarktes ist zu berücksichtigen. Nicht zu vergessen ist der Energieausweis. Je energieeffizienter eine Immobilie gebaut ist, umso kostensparender lebt der zukünftige Käufer im Energieverbrauch. Sollte es sich bei der Immobilie um ein unbebautes Grundstück handeln, ist natürlich die Bebaubarkeit zu prüfen.

Welche Bewertungsverfahren gibt es?

Um den Verkehrswert einer Liegenschaft zu ermitteln, stehen drei verschiedene Verfahren zu Verfügung:

Beim Sachwertverfahren wird der Wert der Immobilie im Vergleich zum Wert eines Neubaus berechnet. Diese Variante wird hauptsächlich bei Familienhäusern und Eigentumswohnungen angewandt.

Im Vergleichswertverfahren wird die Liegenschaft bewertet indem sie mit gleichwertigen Immobilien verglichen wird. Dies ist die gängigste Art eine Immobilie zu bewerten.

Die dritte Möglichkeit der Immobilienbewertung ist das Ertragswertverfahren. Anspruch findet dieses Verfahren zum größten Teil bei gewerblich genutzten Liegenschaft. In diesem Verfahren werden potenzielle Erträge errechnet.

Wer führt die Immobilienbewertung durch?

Auch hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Läuft der Kauf und/oder Verkauf der Immobilie über ein Maklerbüro, bewertet der Immobilienmakler die Liegenschaft. Somit können Käufer und Verkäufer mit einem objektiven Angebot rechnen. Des weiteren besteht noch die Variante die Immobilie durch einen Gutachter bewerten zu lassen. Dies mag zwar kostspieliger sein, hat aber den Vorteil, dass die Bewertung gerichtlich beeidet und absolut objektiv ist. Vorab kann eine Immobilie natürlich auch online und kostenlos bewertet werden.

Nichtsdestotrotz sollte eine Immobilienbewertung stets von einem vertrauenswürdigen und anerkannten Experten durchgeführt werden.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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