So wird man einen Unfallwagen los

Erleidet der eigene Gebrauchtwagen einen Unfall, so muss bei einem Verkauf mit hohen Abschlägen im Preis gerechnet werden. Die Kosten für die nötige Reparatur muss der Käufer schließlich in seiner Kalkulation berücksichtigen. Außerdem herrscht oft großes Misstrauen, da der Wagen durch den Unfall auch Schäden erlitten haben könnte, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.

Doch auch bei großen Schäden kann der Verkauf des Unfallwagens durchaus lukrativ sein, beispielsweise bei Ankauf Unfallwagen Berlin. Der Handel mit den verunfallten Fahrzeugen floriert.

Welche Fahrzeuge gelten als Unfallwagen?

Durch den Gesetzgeber existieren keine klaren Regelungen, bei welchen Fahrzeugen es sich offiziell um Unfallwagen handelt. Auch ist nicht klar geregelt, ob der Schaden auch im Stillstand, beispielsweise in Form von Vandalismus oder Hagelschlag, entstanden sein kann, oder ausschließlich während der Fahrt.

Eine präzise Unterscheidung wird allerdings zwischen Unfall- und Bagatellschaden vorgenommen. Es handelt sich um einen Unfallschaden, wenn die Kosten für die Reparatur mehr als 200 Euro betragen. Diese Schäden sind schriftlich im Kaufvertrag festzuhalten, bei Bagatellschäden ist dies nicht der Fall.

Unfallfahrzeuge verkaufen – Klassische Angebote

Das Angebot an Unfallwagen ist groß. Daher sollten Verbraucher ihren Gebrauchtwagen nicht verschrotten lassen. Nur, wenn wirklich ein Totalschaden des Fahrzeugs vorliegt, könnte aus wirtschaftlicher Sicht die Abgabe an einen Schrottplatz sinnvoll sein.

Unfallwagen zeichnen sich in der Regel durch Ausfälle der Lichtmaschine, Achsenbrüche oder Schäden des Getriebes aus. Die Kosten für die Instandsetzung derartiger Schäden liegen im Bereich von mehreren Hundert Euro. Liegt ein Motorschaden bei einem Gebrauchtwagen vor, gestaltet sich die Vermittlung oft ebenfalls als äußerst schwierig. Besonders beliebt sind hingegen Unfallwagen, die lediglich Lack- und Karosserieschäden aufweisen.

Lohnt sich der Verkauf eines Unfallwagens?

Es kann in jedem Fall lohnenswert sein, einen Unfallwagen zu verkaufen. Händler, die Kontakte in die Länder von Osteuropa pflegen, können die Wagen dort zu sehr günstigen Preisen reparieren lassen und sind daher an Unfallfahrzeugen überaus interessiert, um mit ihnen Ex- und Reimporte zu betreiben. Daher ist es nicht nötig, einen Unfallwagen direkt zum Schrottplatz zu bringen.

Wenn der Unfallwagen nicht mehr fahrbereit ist, muss allerdings ein Ankäufer gefunden werden, der sich um den Transport des Fahrzeugs kümmert. Die Beauftragung einer Spedition ist im Hinblick auf den Restwert des Wagens oft nicht rentabel. Sinnvoll ist es daher, nach Ankäufern von Unfallwagen in der lokalen Umgebung Ausschau zu halten. Durch die kurze Anfahrt steigt darüber hinaus in vielen Fällen auch die Bereitschaft zum Kauf.

Unfallwagen reparieren oder verkaufen?

Es gibt grundsätzlich drei Strategien, die Unfallwagenbesitzer bei einem Verkauf verfolgen können. Sie können ihr Fahrzeug samt Unfallschaden im aktuellen Zustand anbieten, den Wagen reparieren und weiterhin selbst nutzen oder das Fahrzeug erst reparieren und im Anschluss verkaufen.

Welche Strategie davon die beste ist, kann pauschal kaum beantwortet werden. Eine Rolle dabei spielen stets die aktuelle Nachfrage nach einem bestimmten Fahrzeugtyp, die Form des Schadens und das Baujahr. Die Entscheidung kann jedoch durch Schadensdiagnosen, Wertgutachten und Kostenvoranschläge erleichtert werden. Natürlich kann auch versucht werden, das Fahrzeug in Eigenregie zu reparieren – dafür sollte allerdings die entsprechende Fachkenntnis vorhanden sein. Ansonsten könnte der Schaden noch vergrößert werden.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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