So wird dreckige Arbeitskleidung wieder sauber

Warnschutzbekleidung, die massiv verschmutzt ist, dient nicht mehr der Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Reflektoren sind beispielsweise nicht mehr komplett sichtbar, sodass die Berufsbekleidung nicht mehr viel nützt. Durch regelmäßige Reinigung und sonstige Pflege von Arbeitsbekleidung wird sichergestellt, dass die Nutzer stets gut erkennbar sind.

Berufsbekleidung muss laut Gesetzgeber immer mit Reflexbändern und einem besonders gut erkennbaren Hintergrund-Gewebe ausgestattet sein. Ist die Kleidung stark verschmutzt, ist nicht mehr ausreichend reflektierendes Gewebe vorhanden. Dadurch ist speziell bei Bau-/Straßenarbeitern die Sichtbarkeit deutlich eingeschränkt.

Grundsätzliches zur Pflege von Arbeitsbekleidung

Um Berufsbekleidung fachgerecht zu pflegen beziehungsweise zu waschen, ist unbedingt der Blick auf die beiliegende Pflegeanleitung erforderlich. Die dortigen Anweisungen sind auch unbedingt einzuhalten. Viele Kleidungsstücke, die mit Flammen-hemmenden Substanzen ausgestattet sind, dürfen nicht in industriellen Wäschereien behandelt werden.

Baumwoll-/Modacryl- und Aramid-Berufsbekleidung darf nur mit den empfohlenen Programmen und Temperaturen gewaschen werden. Dabei ist mit ungefähr drei Prozent Material-Schrumpfung zu rechnen. Hierbei handelt es sich um eine normale Reaktion der speziellen Fasern. Am stärksten zeigt sich dies im Verlauf der ersten drei bis zu vier Waschgänge. Deshalb sollten Verbraucher bereits beim Kauf die kommende Schrumpfung berücksichtigen.

Die fachgerechte Pflege von Arbeits-/Schutzkleidung

Ist das Leitungswasser in einer Region zu hart, wird das Waschen von Berufsbekleidung beeinträchtigt. Das Wasser kann außerdem Mineralsalze enthalten, wodurch es zu Ablagerungen auf dem Material kommen kann. Derartige Ablagerungen können im Ernstfall die Entflammbarkeit von Arbeitsbekleidung noch verstärken und sogar als Beschleuniger dienen. Jacken und Hosen lassen sich normalerweise problemlos selbst waschen oder fachgerecht in einer Wäscherei behandeln. Allerdings sollten unbedingt Waschmittel ohne Bleichmittel oder Chlor und Fleckenlöser genutzt werden. Zusätzlicher Weichspüler und Stärke sind ebenfalls zu vermeiden.

Tipps zum Waschen von Berufsbekleidung


Bei der täglichen regelmäßigen Pflege von Arbeitsbekleidung sollten Fett-/Öl- und Staubablagerungen schonend beseitigt werden. Hartnäckige Verschmutzungen dürfen nicht durch Scheuern entfernt werden. Um Berufsbekleidung richtig zu waschen, sollten beispielsweise folgende Tipps beachtet werden:

  • Vorher sämtliche Verschlüsse wie Klett-/Reißverschlüsse sowie entleerte Taschen schließen.
  • Spezielle Warnbekleidung wie Warnhosen, -jacken und -westen stets separat waschen. Dadurch wird verhindert, dass Signalfarben und Reflektoren von anderen Kleidungsstücken beschädigt werden.
  • Maschinenwäsche darf nur mit 40 Grad Celsius erfolgen, Pflege-Waschprogramm nutzen.
  • Biologische Waschmittel dürfen für Berufsbekleidung nicht verwendet werden, da die Wirksamkeit der Kleidung beeinträchtigt wird. Dazu gehören auch Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit, die reduziert werden.
  • Schleuderprogramm nur auf mittlerer Einstellung.
  • Nach dem Waschgang/Schleudern gut abspülen.
  • Berufsbekleidung richtig trocknen, bügeln und chemisch reinigen


Arbeitsbekleidung, die über spezielle Funktionen verfügt, kann im normalem Modus im Wäschetrockner getrocknet werden. Bei der Trocknung auf der Wäscheleine, sollte die Bekleidung anschließend für etwa zwanzig Minuten in den Wäschetrockner. Dadurch wird die dauerhafte Wasser-abweisende Beschichtung reaktiviert.

Berufsbekleidung wird stets auf mittlerer Temperatur (1 Punkt) und natürlich ohne Dampf gebügelt. Alle reflektierenden Bereiche müssen durch ein Baumwolltuch abgedeckt werden, um das Material zu schützen.

Soll stark verunreinigte Arbeitsbekleidung mittels chemischer Reinigung von Schmutz befreit werden, darf dies lediglich eine Fachkraft durchführen. Experten empfehlen dafür Kohlenwasserstoff oder Perchlorethylen (PER). Dadurch werden unter anderem Bitumen, Fette und Öle (nicht Wasser-lösliche Substanzen) effektiv beseitigt.

Vor der weiteren Verwendung sollte Arbeitsbekleidung darauf geprüft werden, ob keinerlei Lösungsmittel mehr vorhanden sind. Defekte Arbeitsbekleidung ist aus Sicherheitsgründen zu entsorgen.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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