Ick wundere mir über jar nischt mehr ...

Otto Reutter, dieser Held aus alten Tagen, schuf diesen Satz und fügte in einem anderen Lied an: „In 50 Jahren ist alles vorbei.“ Geduld ist also gefragt, wenn wir den Lauf der Dinge betrachten. Nicht alles ist so wie es scheint, all zu oft drehen wir das Wichtige auf den Kopf und wollen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Die Politik ist dabei nicht ausgeschlossen. | |
 Der 4. September

GN vom 2. September
von Uli Rentzsch
Das Wetter soll ganz toll werden. So um die 19 Grad, hier und da ein Wölkchen, von Regen keine Spur. Das sind beste Voraussetzungen, dass Nettetal – oder besser gesagt Lobberich – zugeparkt wird. Einer neben mir rechnet mit 80.000 Menschen, wenn der WDR2 am Samstag sein Stelldichein gibt. „Da muss doch Bürgermeister Wolfgang Wagner besser vorbereitet sein“, schimpft einer neben mir. „Christian“, antworte ich, aber mehr fällt mir dazu nicht ein. 20.000 Gäste in unserer Stadt - das wäre schon eine tolle Zahl, hörte man aus dem Rathaus. Aber nicht alle sind begeistert. Schließlich wurde die Wette in Breyell gewonnen, sagen manche aus Nettetal. In Kaldenkirchen, Leuth, Hinsbeck oder Schaag läuft in Sachen WDR nichts. Immer nur Lobberich.
So ist Nettetal natürlich nicht auf dem Weg zu einer Stadt. Was müssen die Krefelder sagen: Die Modenschau immer nur in Stadtmitte, warum nicht mal ein bisschen östlich in Cracau?
Natürlich wollen alle ein Stück von dem leckeren Kuchen kosten. Eine Rolle bei den Entscheidungen haben auch die Vorgaben des WDR gespielt. Möglich ist auch, dass die kommunale Neugliederung noch nicht im Herzen aller angekommen ist. Aber wir haben ja noch ein wenig Zeit.

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