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Opa Ernst

Opa Ernst geht um. Hat ja auch genügend Zeit. Er guckt hier, und er guckt da. Und saugt alles auf, was er so auf seinen Streifzügen durch Nettetal alles erlebt - wie ein Schwamm. Und er hat sich vorgenommen, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.


Wieder für’n guten Zweck

GN vom 2. September

 

Da hatten die Breyeller am Samstag ja noch Glück mit dem Wetter. Wenn man bedenkt, wat da andernorts an Niederschlägen runtergekommen ist. Abends, als unser Bürgermeister, die Wölese und Nice Valley auf die Bühne kletterten, hat et dann ja sogar überhaupt nicht mehr geregnet.

 

Dat war ja wieder ‘ne nette gemütliche Atmosphäre. Nicht zu voll, man hatte Platz zum Klönen. Als mein’ Frau dann kalte Füße bekam, haben wir noch unterm Alten Lambert en lecker Weinchen getrunken. In der „Senioren-Lounge“ gab et ja auch Live-Musik - vom Akkordeon. Auch da war die Stimmung prima, et wurde kräftig mitgesungen und bis nach Mitternacht fröhlich gefeiert.

Und dat ohne schlechtes Gewissen, denn et war ja schließlich für ‘nen guten Zweck, für den Alten Lambert.


Über Nacht genäht, oder?

GN vom 22. Juli

 

Waren Sie letztes Wochenende auch beim Schützenfest im Bocholt? Die St. Josef-Bruderschaft feierte ja ihr 175-jähriges Bestehen, und deshalb gab et erstmals nach 50 Jahren auch wieder einen Schützenkönig.

 

Nach dem Vogelschuss am Freitag wurde dat Ganze dann auch sehr stilvoll in der Burg Bocholtz gefeiert. Egal, ob beim Tanz am Samstagabend oder bei der Messfeier und der Kaffeetafel am Sonntag, die hatten an allen Tagen die „Hütte voll“. Unterm großen Fallschirm im Burginnenhof wurde geschwoft und geklönt. Und in der Burg war en großes Kuchenbüffet aufgebaut mit richtig leckerem, selbst gebackenem Kuchen.

 

Mein Frau hat die ganze Zeit über gegrübelt: Wie haben die Frauen vom Dreigestirn dat wohl so schnell hinbekommen mit ihrer Garderobe? Da war doch erst Freitag Vogelschuss, die müssen ja die ganze Nacht über an ihren schönen Kleidern genäht haben, oder?