Lobberich. Wie funktioniert eigentlich ein Regenbogen? Was macht der Wind, wenn er nicht weht? Diese und mehr Fragen beschäftigen schon die ganz Kleinen. Den natürlichen Forscherdrang nutzte der evangelische Kindergarten Löwenzahn und veranstaltete im Rahmen des Projekts „Haus der kleinen Forscher“ einen ganzen Forschertag zum Thema „Energie steckt überall“.
Mit Kittel und Forscher-Mützen ausgerüstet, machten sich die 95 Löwenzahn-Kinder am vergangenen Donnerstag daran, die Geheimnisse von Naturwissenschaften und Technik zu erforschen.
Am Ende des Tages hielten alle Teilnehmer ein Forscherdiplom in den Händen. Zuvor hatten die kleinen Forscher an den einzelnen Forscherstationen aktiv mitgemacht. Da hieß es dann ein Windrad aus Korken und Holzplättchen zu bauen und zu überlegen, warum sich das Rad dreht, wenn man Wasser darüberkippt. Die passende Antwort hatte Andrea Hüpen parat, die mit ihrer Kollegin Renate Zanders seit März eine Fortbildung der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ in Krefeld besucht.
Die Stiftung mit ihren Mitgliedern aus der Wirtschaft und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung hat sich zum Ziel gesetzt, bereits drei- bis sechsjährigen die Neugier auf Naturphänomene zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, beim Experimentieren selbst Antworten auf naturwissenschaftliche Phänomene zu finden. „Natürlich haben wir vorher im Kindergarten experimentiert, aber beim Haus der kleinen Forscher sind die Materialien einfach besser“, findet Andrea Hüpen. Die Erzieherin ist froh, dass sie der Anregung von Andreas Zorn, Leiter des DRK-Familienzentrums Lobberich, gefolgt ist, die Fortbildung zu besuchen. „Den Kindern macht das Experimentieren totalen Spaß.“ Das kann auch Jan Pfülb, Lehrer für Biologie und Laborkunde, am Berufskolleg bestätigen. Der Vater eines Kindergartenskindes erklärte sich spontan bereit, den Kleinen zu erklären, wie sie die Energie in der Kartoffel finden können. Nach seiner Motivation gefragt, möchte Pfülb helfen, mit solchen Aktionen frühzeitig dem Fachkräftemangel im Bereich Technik entgegen zu wirken. In naher Zukunft soll ein eigenes Forschungslabor aufgebaut werden. Nach dem Ende der Fortbildung steht die Zertifizierung für zwei Jahre an. Ein Forschertag wie diesen soll es künftig jedes Jahr geben. Die Kinder wird es freuen, sie alle waren mit Feuereifer als kleine Forscher unterwegs.