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Kerkhoff-Prozess auf Juni vertagt
Donnerstag, 15. April 2010, 14:16 Uhr

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GN-REDAKTION


Kategorie: Startseite, Nettetal, Grenzland

Nettetal. Der Prozess im südafrikanischen Brits gegen Pfarrer Georg Kerkhoff ist erneut vertagt worden. Bereits 2008 soll der Pfarrer in einem Erstkommunionscamp in Südafrika fünf Jungen sexuell genötigt haben. Nach den ersten Anschuldigungen war er sofort von der Südafrikanischen Bischofskonferenz von seinem Amt suspendiert worden.


Nachdem die Gerichtsverhandlungen bereits durch ein Gesuch des Pfarrers, welches jedoch vom Obersten Gerichtshof abgelehnt wurde, um mehr als ein Jahr aufgehalten wurden, scheint Kerkhoff erneut Mittel und Wege gefunden zu haben, um den Prozess in die Länge zu ziehen. Laut Aussagen der südafrikanischen Polizei belaufen sich die von Kerkhoff zu tragenden Prozesskosten mittlerweile auf etwa 1.000.000 Rand, dies entspricht zirka 100.000 Euro. Wie der Pfarrer das Geld aufbringen kann, ist nicht bekannt.

Laut der Zeitung „The Star“ haben inzwischen drei der fünf Kinder per Videoaufzeichnung vor Gericht gegen den Pfarrer ausgesagt, dieser plädiert jedoch weiterhin auf „nicht schuldig“. Ein Zeuge erklärte unter Eid, dass Kerkhoff ihm gegenüber lediglich davon sprach, die Jungen gekitzelt zu haben. Zwei der Jungen sind unterdessen mit ihren Familien nach Deutschland zurückgekehrt und werden vermutlich per Telefon- oder Videokonferenz ihre Aussagen machen.

Erzbischof Buti Tlhagale, Präsident der Südafrikanischen Bischofskonferenz, äußerte sich in seiner Predigt deutlich zu den Vorwürfen gegenüber Pfarrern und bedauerte sehr, dass einige „Wölfe im Schafspelz“ den Ruf der Kirche zerstörten. Indes plant die „Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen“ Klage gegen die Diözese Aachen einzureichen. Diese hatte Kerkhoff auch nach diversen Anschuldigungen aus Nettetal weiter den Umgang mit Kindern erlaubt. „Mitglieder der Kirche erkennen hätten müssen, dass Kerkhoff Jungen mag, und man hätte seine manipulativen Handlungen unterbinden müssen“, so der Vorsitzende der Initiative, Johannes Heibel.








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