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Jetzt steht Kerkhoff vor dem Richter
Donnerstag, 11. März 2010, 14:08 Uhr

von:

DANIELA VEUGELERS


Kategorie: Startseite, Nettetal, Grenzland

Nettettal. Am Montag begann vor dem Amtsgericht der südafrikanischen Stadt Brits der Prozess gegen Pfarrer Georg Kerkhoff. Zum Prozessauftakt war die Öffentlichkeit (Presse) nicht zugelassen, da die Aussagen der betroffenen Kinder unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgen sollten.


Die Staatsanwaltschaft wirft Kerkhoff - der bis zu seiner Suspendierung in der Gemeinde St Bonifatius in Sundowner, Randburg, als Pfarrer gearbeitet hat - vor, sich während eines Camps zur Vorbereitung der Erstkommunion in Hartbeespoort im April letzten Jahres zu Kindern ins Bett gelegt zu haben. Dabei trug er nichts weiter als seine Boxershorts. Einer der Jungs, damals neun Jahre alt, der Opfer sexueller Nötigung geworden sein soll, sagte aus, dass der Pfarrer sich im Bett an ihn herangekuschelt habe. Nur mit Hilfe der anderen Kinder konnte sich der Junge aus dem Bett befreien. Danach soll der Pfarrer noch zu zwei weiteren Jungen ins Bett gestiegen sein. Der Pfarrer hat die Vorwürfe stets bestritten.

Die Familie eines weiteren betroffenen Jungen ist mittlerweile zurück nach Deutschland gezogen. „Es gibt Überlegungen, dass der Junge per Video-Konferenz aussagt, um nicht nach Südafrika fliegen zu müssen“, berichtet Johannes Heibel von der Initiative gegen sexuellen Missbrauch an Kindern. Heibel hofft, dass der Prozess jetzt ohne weitere Unterbrechungen fortgesetzt wird.








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