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„Damwild ist definitiv verhungert“
Donnerstag, 25. Februar 2010, 13:54 Uhr

von:

DANIELA VEUGELERS


Kategorie: Brüggen, Grenzland, Startseite

Brüggen. Der Umweltausschuss des Landes beschäftigte sich am Mittwoch auf Antrag der Grünen mit den nach den Worten der Grünen „unhaltbare Jagdzuständen“ im Naturschutzgebiet Brüggen-Bracht.


NRW Umweltminister Eckhard Uhlenberg erinnerte zu Beginn seiner Rede an die Historie des Gebietes und kam dann auf die ungezügelte Vermehrung des Damwildbestandes zu sprechen: „Aus verschiedensten Gründen ist der Damwildbestand im Laufe der Jahre stetig angewachsen und wurde für das vergangene Jahr auf rund 1.000 Stücke geschätzt. In dem harten Winter 2008/2009 hat es eine Reihe von Verlusten gegeben. Einige Stücke Damwild sind definitiv verhungert“, so Uhlenberg. Daraufhin habe die untere Jagdbehörde des Kreises Viersen den körperlichen Nachweis der Abschüsse angeordnet sowie einen detaillierten Fristenplan für die Abschusserfüllung festgesetzt. Weitere Maßnahmen waren die Fütterung der Tiere sowie die Aussetzung der Schafbeweidung.

Uhlenberg weiter: „Die angeordneten Maßnahmen waren erfolgreich. Die festgesetzten Abschüsse sind zwischenzeitlich erfüllt worden. Damit ist das Problem aber noch nicht gelöst. Der Reduktionsabschuss muss weiterhin energisch fortgeführt werden.“ Als Konsequenz aus den Vorfällen hat der Umweltminister im Einvernehmen mit dem Kreis Viersen die Arbeitsgruppe „Wilddichte im NSG Brachter Wald” gebildet. Der Arbeitsgruppe gehören Vertreter der Eigentümer (NRW- Stiftung und Wirt-schaftsförderungsgesellschaft des Kreises Viersen), des Regionalforstamtes Niederrhein, des Kreises Viersen, des LANUV, der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung, der Biologischen Station sowie die betroffenen Jagdpächter an.

„Mit dem Vorsitz der Arbeitsgruppe habe ich den Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung, Michael Petrak, beauftragt“, so Uhlenberg.

Aufgabe der Arbeitsgruppe ist die möglichst kurzfristige Erstellung eines Konzeptes, das unter Berücksichtigung der Festsetzungen des Landschaftsplanes alle Aspekte des Biotop- und Artenschutzes, des Naturerlebnisses, des Waldbaus, des Tierschutzes und der Jagd berücksichtigen soll. Das Konzept der Arbeitsgruppe soll mit den Partnern der inzwischen ausgelaufenen Kooperationsvereinbarung (NRW-Stiftung, Kreis Viersen, Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Biologische Station) abgestimmt werden.

Es kann dann als Grundlage für die weitere Behandlung des Gebietes dienen. Dabei wird sich auch zeigen, ob es gegebenenfalls Änderungs- oder Er-gänzungsbedarf bei der Landschaftsplanung gibt.

Mit der Frage des Abbaus des Depotzauns wird sich ebenfalls die Arbeitsgruppe auseinandersetzen.








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