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Klage in Krefeld eingereicht
Freitag, 15. Januar 2010, 10:38 Uhr

von:

DANIELA VEUGELERS


Kategorie: Startseite, Grenzland, Nettetal

Nettetal. In der vergangenen Woche gab es viel Bewegung in Sachen Georg Kerkhoff. Zur Erinnerung: Der ehemalige Lobbericher und Hinsbecker Priester steht unter dem Verdacht, in Südafrika Ministranten sexuell missbraucht zu haben. Der Geistliche darf das Land nicht verlassen. Nach Erscheinen eines Spiegel-Artikels folgten zwei Berichte des WDR und anderer Zeitungen.


Jetzt wird die Frage immer lauter: Was wusste das Bistum Aachen? Fakt ist, dass es auf mehrmalige Nachfrage unserer Zeitung jahrelang von Pressesprecher Franz Kretschmann hieß, man hätte keine Kenntnis über Saunagänge des Priesters mit minderjährigen Ministranten. Jetzt heißt es überraschend, man hätte einen anonymen Hinweis gehabt, „dem man aber nicht so nachgehen konnte wie konkreten Hinweisen“. Andere Beweise hätten nicht vorgelegen. Zudem hat sich das Bistum Aachen in einem offenen Brief an die Gemeinden in Nettetal gewandt und einen unabhängigen Ermittler eingesezt (wir berichteten).

Unterdessen hat der Anwalt der „Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen“ Klage im Namen von drei Opferfamilien aus Südafrika bei der Staatsanwaltschaft Krefeld eingereicht, wie Johannes Heibel, Vorsitzender der Initiative, unserer Zeitung gegenüber bestätigte. Ob und wann Anklage gegen Kerkhoff erhoben wird, stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest.







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