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Bessere Qualität für Patienten
Donnerstag, 10. Januar 2008, 14:10 Uhr

von:

DANIELA VEUGELERS


Kategorie: Nettetal, Grenzland, Wirtschaft

Grenzland. Im Kreis Viersen hat das Qualitätsmanagement Einzug gehalten. Das Städtische Krankenhaus Nettetal, das Allgemeine Krankenhaus Viersen die beiden Notdienstpraxen sowie das Gesundheitsnetz Viersen mit 15 Praxen haben im Bereich der Inneren Medizin ein Qualitätsmanagement erarbeitet, das jetzt mit einer Zertifizierung abgeschlossen wurde.



„Inzwischen haben alle die freiwillige Zertifizierung nach ISO 9001:2000 erreicht“, freut sich der Vorstandsvorsitzende des Gesundheitsnetzes, Dr. Johann Heinrich Arens.

Den Grundstein zu dieser Qualitätsoffensive im Raum Viersen legte das Gesundheitsnetz Viersen gemeinsam mit dem Allgemeinen Krankenhaus Viersen und dem Städtischen Krankenhaus Nettetal bereits im Jahr 2004, zwei Jahre vor der Pflichteinführung zur Durchführung eines Qualitätsmanagements. Die in der Industrie seit längerem bekannte Qualitätsnorm ISO 9001:2000 soll im Kreis Viersen die Qualität der Praxen verbessern.

Das Qualitätsmanagement-System regelt Verantwortlichkeiten und Befugnisse. Es legt fest, wie einzelne Tätigkeiten auszuführen sind und wie diese ineinander greifen. Es definiert, welche finanziellen Mittel, welches Personal, welche Anlagen, Einrichtungen, Techniken und Methoden eingesetzt werden. Ziel des Qualitätsmanagement-Systems ist es, die geforderten Qualitätsansprüche zu erfüllen. Damit das möglichst reibungslos funktioniert, werden alle festgelegten Verantwortlichkeiten, Arbeitsabläufe, Methoden usw. schriftlich festgehalten und in einem Handbuch dokumentiert. „Für die Patienten bedeutet es, dass doppelte Untersuchungen vermieden werden“, erläutert Nettetals Chefarzt Dr. Michael Pauw.

Die Behandlungswege sind dadurch optimal abgestimmt. Neben der Strukturierung durch das neue System wurde im Netz inzwischen auch ein telematischer Verbund hergestellt, der den Informationsablauf erheblich beschleunigt. So existieren Datenleitungen in verschiedenen Praxen, zwischen den Krankenhäusern in Nettetal und Viersen sowie Bilddatenleitungen nach Düsseldorf, Münster, Bad Oeynhausen und auch nach Krefeld. „Natürlich wirkt sich das neue System auch positiv für die Krankenkassen aus, da durch die Vermeidung überflüssiger Doppeluntersuchungen Kosten eingespart werden“, erläutert Dr. Pauw.

Das neue System wirkt sich vor allem positiv auf chronisch erkrankte Patienten aus. Ein Gutachten der Bundesregierung ergab, dass rund 18 Millionen Menschen unter den sieben häufigsten chronischen Krankheiten leiden. Das sind rund 25 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten. Damit diese Patienten optimal behandelt und versorgt werden können, hat man im Bereich der Inneren Medizin dieses Qualifikationsmanagement erarbeitet.

„Die Praxen, die teilgenommen haben und die beiden Krankenhäuser verfügen jetzt im Bereich der Inneren Medizin über genau den gleichen Standard in der Behandlung und Versorgung chronisch kranker Patienten. Somit werden auch unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden.“, erklärt Krankenhaus-Geschäftsführer Christian Wagner.

Die am Projekt beteiligten Teilnehmer treffen sich regelmäßig, damit stets der neueste Standard gewährleistet ist. Da die Notwendigkeit eines Qualitätsmanagements nicht nur auf die Innere Medizin der beiden Krankenhäuser und Praxen beschränkt bleiben soll, werden auch die anderen Abteilungen ein „Qualitätsmanagement“ durchlaufen.








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