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Zwischendurch und überhaupt ...


Nicht alles findet den Weg in die gedruckte Ausgabe, kann aber dennoch von Interesse sein. Ein Sammelsurium: Einblicke in den Redaktionsalltag, der eine oder andere wichtige Link, vielleicht ein Podcast ...

Nennen wir es einfach Tagebuch. Möglicherweise ist etwas dabei, was Ihr Interesse weckt.

 

Wir sind selbst gespannt, wie es sich entwickelt.

 

Wenn Sie Anregungen haben, dann haben wir ein offenes Ohr für Sie.

 

Ulrich Rentzsch

Telefon 02153/916819

rentzsch[at]grenzlandnachrichten.de

 

 


Ich bin dann mal weg

Mittwoch, 25. August, 16.00 Uhr

 

Acht Jahre und vier Monate, das ist eine ganz schön lange Zeit. 52 GN-Ausgaben erscheinen (wenigstens) in einem Jahr, im Monat etwa vier. Das sind rund 400 Ausgaben der Grenzland-Nachrichten, an denen ich beteiligt war. Ausgaben, die es in sich hatten: Von Menschen, die bewegen, von Menschen, die bewegt sind, von Menschen, die bewegt werden. Von Ehrenamtlern, die sich einsetzen, von Schurken und Schuften, vom ganz normalen Wahnsinn, von großen Festen und kleinen Feiern, von Kindern und Alten, von Behörden und Filz, kurz: vom Leben. Das werden die GN auch in Zukunft weiter tun.

 

Mit einer Nuance: Die Ausgabe, die Sie in der Hand halten, wird die letzte sein, an der ich mitgewirkt habe. Zum neuen Monat trete ich eine neue berufliche Herausforderung an. Bis es soweit ist, ist es vielleicht an der Zeit, ein persönliches Resümee zu ziehen. Es sei mir gestattet, immerhin war ich ein Viertel meines bisherigen Lebens Redakteur der GN - mit besonderem Blick auf Brüggen, Schwalmtal, Niederkrüchten, Grefrath, später auch den Kreis und die Kreisstadt.

 

Die Grenzland-Nachrichten sehen sich oft in der Lage, die dem berühmten kleinen gallischen Dorf ähnelt.

 

Zwar gibt es weder Zaubertrank noch Römer, die das ganze Grenzland „besetzt“ halten, aber es gibt hier nur eine kleine wöchentlich erscheinende Abonnenten-Zeitung, die sich Woche für Woche gegen Tageszeitungen, Anzeigenblätter, kommunale Zeitschriften und andere Magazine durchsetzen muss.

 

Mir selbst gefiel der Vergleich zu den pfiffigen Galliern immer, nicht nur weil ich als Jugendlicher die Asterix-Hefte geradezu verschlungen habe. Vielleicht auch, weil ich als gebürtiger „Moselaner“ ohnehin gerne frankophil auftrete.

 

Thematisch wird mir viel in Erinnerung bleiben, auch wenn ich meinen neuen „Job“ in rund 350 Kilometern Entfernung antrete.

 

Als erstes natürlich der - leider vergebliche - Kampf ums Waldnieler Krankenhaus. Ich halte nach wie vor die Schließung des Antonius-Hospitals für einen falsch eingeschlagenen Weg. Zeitlich viel später, thematisch nahe, folgte die Auseinandersetzung um die Rettungszeiten der Sanitäter. Gottlob hat sich hier etwas getan, die Rettungswachen-Dependance in Dam tut gute Dienste, niemand muss mehr fürchten, zu spät vom Notarzt versorgt zu werden.

 

Dann war da noch die letzte Girmes-Insolvenz, die so viele Menschen die Arbeit gekostet hat - aber auch die Wiederauferstehung von Draftex in Grefrath, die Firma, die wie Phönix aus der Asche, die die finanzwirtschaftlichen Heuschrecken hinterlassen hatten, aufstieg. Hier siegte echter Unternehmergeist gegen kurzfristiges Gewinnstreben.

 

Nicht vergessen werde ich auch die GN-spezial-Ausgaben, allen voran die Lateinausgabe. Noch immer bewundere ich Lehrer und Schüler, die sich an das Projekt wagten und bewiesen, dass man in der alten Sprache eine moderne Zeitung gestalten kann.

 

Zu meinem persönlichen Steckenpferd wurde das alte Depot: Ein skandalös hoher Damwild-Bestand, der im harten Winter dazu führte, dass die Tiere reihenweise den Hungertod sterben mussten - obwohl bereits lange zuvor die Alarmglocken geläutet waren. Nun wird an dem Problem gearbeitet - doch geklärt ist noch nichts. Ich bin mir sicher: Dieses Thema wird das Grenzland weiter begleiten.

 

Ich werde auch die Menschen im Grenzland nicht vergessen. Die, die ihre Sorgen und Nöten geschildert haben, die, die uns - und damit auch mich - mit all den Informationen versorgt haben, die die Arbeit in einer Redaktion erst möglich machen. Der Dank für das Vertrauen steht an erster Stelle. Er gilt den Wegbegleitern – die Mitarbeiter und Kollegen – mit denen Themen gefunden wurden, um Themen gerangelt wurde, manchmal in schier endlos erscheinenden Diskussionen.

 

Aber immer mit dem Ziel: Umfassend über das Leben zu berichten, auch über Dinge, die der ein oder andere vielleicht gar nicht öffentlich diskutiert sehen wollte.

Bei allen Diskussionen, Auseinandersetzungen und Rangeleien hat mir die Arbeit bei den Grenzland-Nachrichten aber immer Spaß gemacht. Auch, weil im Laufe der Zeit echte Freundschaften entstanden, die ich nicht missen will.

 

Allen, die in den vergangenen Jahren mit mir zusammengearbeitet haben, sage ich „Danke“.

 

Damit meine ich die Kollegen und die freien Mitarbeiter, die durch ihren Einsatz „Zeitung“ erst möglich machen. Damit meine ich aber auch die Leser und all die „Informanten“, die ich eben schon erwähnt habe.

 

So sage ich jetzt „Adieu“ zum Grenzland. Es war eine spannende Zeit.

 

Bleiben Sie gesund und Ihrer Zeitung treu

Ihr Thomas Hoffmann

 


Als Lobberich noch ein Dorf war

Donnerstag, 22. Juli, 14.01 Uhr

 

(ur). Das wollen wir unseren Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten. GN-Mitarbeiter Eberhard Lange stellt die Festschrift zum Schützenfest der St. Josef Bruderschaft Bocholt-Sittard vor. Dort fand er fast Unglaubliches: Lobberich soll einmal ein Dorf gewesen sein.

Unsere Seite 7 finden Sie hier als pdf:

 


Seite07_Schuetzenfest-StJosef.pdf

Schuldfrage schnell geklärt

Montag, 21. Juni, 13.15 Uhr

 

(ur). Unumstößlich auf Platz eins: Die Kritik an den Schiedsrichtern. In fast jedem Spiel werden die Entscheidungen der Unparteiischen sorgsam filletiert, Schiedsrichter-Experten erlauben sich nach der fünften Zeitlupe aus den verschiedensten Blickwinkeln eine nachträgliche Einschätzung. Nachträglich, weil sie im Moment des Geschehens natürlich nicht vor Ort waren. Ich bezeichne dieses permanente Kritisieren als verbales Nachtreten.

 

Dabei hat selbstverständlich der Grundsatz, dass Kritik erlaubt sein muss, oberste Priorität. Nur in der Art und Weise, wie es jetzt wieder geschieht, ist es nur peinlich. In den viele Zeitlupen hat man erkennen können, dass Deutsche und Serben gefoult haben. Was Kommentatoren in der einen Partie fast als rotwürdig betrachteten (Netzer nach dem Spiel Brasilien gegen Elfenbeinküste), wurde hier heruntergespielt: Der spanische Schieri habe einfach kein Fingerspitzengefühl bewiesen. So einfach ist es denn doch nicht.

 

Da zupft ein Neuseeländer einen Italiener am Trikot (sicherlich doof, weil er weiß, dass es gesehen werden kann). Der Italiener fällt aber zu Boden, als ob er eine Axt ins Kreuz bekommen hat. Mehmet Scholl nennt diesen Sturz legitim. Im gleichen Spiel zerrt ein Italiener einen Neuseeländer zu Boden, ebenfalls im Strafraum. Doch der Neuseeländer fällt anders (nämlich echt). Kein Elfmeter.

 

Dann streckt ein Brasilianer seinen Ellbogen aus, ein Ivorer stürzt darauf zu Boden. Man meint, dass Gebiss sei ihm herausgerissen worden. Vorher hatten sich die Spieler der Elfenbeinküste zu einigen recht üblen Fouls hinreißen lassen und kamen ungeschoren oder zumindest glimpflich davon. Da spielt ein Brasilianer in einer Szene zweimal mit der Hand und trifft danach zum vorentscheidenden 2:0. Zum Schiedsrichter ist er jedoch nicht gegangen, um dieses Missgeschick zuzugeben. Netzer dagegen fragt den Delling, wie ein Schieri dieses Handspiel nicht sehen kann.

 

Nicht die Unparteiischen sind unfair, die Spieler sind es - ob sie foulen oder nicht mehr wissen, wann sie den Ball mit der Hand gespielt haben oder sich auf dem Rasen wälzen, als wäre ihre Invalidität die einzige Konsequenz.

 

Noch sind die Mannschaften nicht im Fluss, einige streiken sogar, einige Spieler beleidigen ihren Trainer, andere kritisieren deren Taktik oder Aufstellung öffentlich. Da kommen andere und klopfen Sprüche, bekommen aber während der folgenden Minuten kaum einen Torschuss zustande. Und dann gibt es Trainer, die vor Wut fast schäumen oder glauben, anderen würde ihre Hampelei am Spielfeldrand gefallen. Fazit: Dem doch so schönen Fußball kommt die Sportlichkeit immer mehr abhanden.

Das liegt auch an der taktischen Ausprägung der Mannschaften. Lieber defensiv, lieber kein Tor kassieren, ganz vorsichtig im massiven Mittelfeld herumgurken. Und dann spielt ein Brasilianer einen Pass über drei Meter, der nächste drischt einfach drauf und trifft in den kurzen Winkel - und dass soll dann genial sein? Ohne in Euphorie zu verfallen: Am besten hat mir noch das deutsche Spiel gegen Australien gefallen, wobei die Jungs von „down under“ wahrlich keine große Gegenwehr geleistet haben. Das war eine der wenigen Ausnahmen.

 

Alles Weitere, ob aus Frankreich, Italien oder England, war ziemlicher Käse. Hoffen wir, dass es sich ändert, dass die Schieri-Schelte in den Hintergrund gedrängt wird. Es wird Zeit, dass sich was dreht.

 


Kölner haben’s schwer

Montag, 7. Juni, 23.16 Uhr

 

(vdV). Jaja, als Fan des 1. FC Köln hat man es nicht leicht. Erst recht nicht, wenn sich die Diva vom Rhein wieder einmal anschickt, Saisonziele platzen zu lassen und der ungeliebte Rivale aus Mönchengladbach am Ende des Jahres in der Tabelle einen Platz besser dasteht. Der Schuldige für die in Köln vorherrschende Torflaute war schnell gefunden. Wer sonst außer Lukas Podolski hätte den FC nicht schon in diesem Jahr in die Europa-League schießen sollen? Als „Fehleinkauf" oder „Millionen-Irrtum“ wurde Prinz Poldi betitelt und wahrlich, das Jahr lief für den kölschen Stürmer alles andere als gut. Zwei magere Törchen (eines immerhin gegen den FC Bayern) sind nicht das, was vor dem Saisonstart mutig kalkuliert wurde.

 

In der Domstadt genießt der WM-Dritte von 2006 trotz einer mehr als durchwachsenen Saison weiterhin Kultstatus. Man glaubt an sein Eigengewächs und weiß, dass 34 Spiele in der Bundesliga nicht mit den Partien bei einer Weltmeisterschaft zu vergleichen sind.

 

Diesen Kredit hatte Lukas Podolski in Deutschland längst verspielt. Was tönten die Kritiker, als der Kölner in den Kader der Nationalmannschaft berufen wurde. Und trotzdem hielt Bundes-Jogi an seinem Schützling fest, ebenso an Miro Klose, dessen Leistungen beim FC Bayern ebenfalls zum Nachdenken anregten. Dass Podolski bei den Geißböcken jedoch in einem durchschnittlichen Kader kickt und Klose bei den Bayern Konkurrenz von Weltklasse-Format vor sich sitzen hat, wurde oft außer Acht gelassen. Jogi Löw indes erinnerte sich an deren Leis­tungen bei vergangenen Turnieren und vertraute auf die zweifellos vorhandenen Stärken im Nationaldress.

 

Nun wird man durch ein souveränes 4:0 gegen die „Weltmacht“ Australien nicht unbedingt automatisch Turniersieger. Und trotzdem war der Auftakterfolg ein Sieg mit doppelter Bedeutung. Deutschland boxte die Kängurus grazil vom Platz und bescherte den einheimischen Fußballfans einen Auftakt nach Maß. Spielfreude, Tempo, Disziplin - nach imponierenden 90 Minuten sind die Hoffnungen groß, dass es unsere Nationalelf in Südafrika weit schaffen kann. Der Start ist definitiv gelungen.

 

Und die ach so schlechten Stürmer Podolski und Klose? Die erzielten die wichtigen (und äußerst sehenswerten) Treffer zum 1:0 und 2:0, zumindest Podolski attestierte man eine bärenstarke Leis­tung. Mit welcher Wucht Miro Klose den Ball ins Netz wuchtete, hat ebenfalls jeder gesehen.

Wie schön wäre es, wenn die unsägliche Kritik im Vorfeld einer WM aufhören würde und Spieler erst an ihren Leistungen im Turnier beurteilt werden. Meckern geht dann immer noch. Auch wenn Australien kein Gradmesser ist: Lukas Podolski und Miroslav Klose haben ihre Antwort auf dem Platz gegeben und eine Nation im Kollektiv jubeln lassen. Dass dies gegen Serbien und Ghana und danach gegen hoffentlich viele weitere Gegner ebenfalls gelingt, ist nicht garantiert. Und trotzdem kann man sich mit den Gedanken anfreunden, dass Poldi, Miro, Thomas und Cacau den Anfang eines neuen Sommermärchens geschrieben haben. Ich lege mich fest: Podolski schießt noch drei Tore und Miro Klose bleibt weiterhin unverzichtbarer Bestandteil des Nationalteams. Womit Jogi Löw sich innerlich ins Fäustchen lachen dürfte. Allen Unkenrufen zum Trotz haben diese beiden Spieler ihre besonderen Qualitäten zur Schau gestellt. Ganz Deutschland freut sich darüber. Die Fans des 1. FC Köln sowieso.

 


Eine Stadt in Bewegung



Foto: Uli Rentzsch

Donnerstag, 10. Juni, 0.00 Uhr

 

(ur). Beinahe eine ganze Stadt in Bewegung. Bis auf die letzten Minuten fantastisches Wetter. Freundliche Gesichter. Spaß. Lockerheit. Der Stadtsportverband Nettetal hatte sich zu seinem 40. Geburtstag mit den Nette-Spielen selbst ein tolles Geburtstagsgeschenk gemacht. Dass es am Freitagnachmittag zu einem Abbruch der Spiele kam, weil die Hitze unerträglich erschien und es auch kurzfristige Lücken in der Organisation gab, tat der Stimmung keinen Abbruch. Es mag den Stadtsportverband zudem gewurmt haben, dass der Zuspruch am Familiensonntag eher gering war. Vielleicht haben Nettetals Familien lieber das trockene Heim den angekündigten Gewittern vorgezogen. Von wegen Gewitter: Es fielen nur ein paar erfrischende Tropfen.

 

Halten wir lieber die Erinnerung fest, dass rund 6.000 Kinder und Erwachsene den Weg in die beiden Stadien gefunden haben und ihren hellen Spaß an den Spielen ohne Grenzen hatten. Vergessen wir außerdem nicht, dass die vielen Helferinnen und Helfer, insbesondere Jürgen Hendricks vom Stadtsportverband, in ihrer Unermüdlichkeit nicht zu übertreffen waren. Ehrenamtlich - versteht sich das von selbst? Herzlichen Glückwunsch, Stadtsportverband, gibt es ein schöneres Geschenk als lachende Kinderaugen?

 

In der Ausgabe der Grenzland-Nachrichten vom 10. Juni:


Nettespiele.pdf

Reise ohne Grenzen

Montag, 7. Juni, 22.57 Uhr

 

(vdV). Zugegeben, ein Katzensprung ist es von Pjöngjang bis an das Kap der guten Hoffnung nun wirklich nicht. Und doch darf sich die nordkoreanische Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft über die Unterstützung von insgesamt 3.000 „Fans“ freuen. Dass diese wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben ihre Landesgrenze überschritten haben, lässt aufhorchen. Denn: Die Möglichkeit, sich Spiele ihrer eigenen Nationalelf im Ausland anzuschauen, haben die Menschen in Nordkorea nicht. Zum einen können sich die meisten eine Reise nicht leisten. Viel schwerwiegender ist jedoch der Hauptgrund: Sie dürfen erst gar nicht raus aus ihrem eigenen Land. Das hat der Machthaber bestimmt.

 

Und so rekrutierte der selbstverliebte Diktator Kim Jong-Il 3.000 käufliche chinesische Anhänger, die sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, den krassen Außenseiter vor Ort lautstark und in den Landesfarben zu unterstützen. Was man nicht alles für den lieben Nachbarn, der Menschenrechte mit Füßen tritt, in undurchsichtige Atompolitik verwickelt ist und unter ständiger Beobachtung der Weltgemeinschaft steht, unternimmt. Selbstredend erwartet man in Nordkorea den Gewinn des WM-Titels. Was auch sonst.

 

Dass alles soll die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft nicht trüben. Stolz werden englische Fahnen in den Stadien wehen und wetten, dass die Schweden für tolle blau-gelbe Farbtupfer auf den Tribünen sorgen? Auch deutsche Fans sind vor Ort, sie werden sich mit den vielen weiteren internationalen Gästen hoffentlich bunt und fair vermischen. Brasilianer, Argentinier, Kameruner, Nigerianer, Japaner, Amerikaner - wie ein Nationenfest und ein (zumeist) friedliches Miteinander aussehen kann, haben wir hautnah bei der WM 2006 erlebt.

 

Wir haben es gut. Ein Flug an das Ende des riesigen Kontinents ist mit Sicherheit kostspielig, viele Menschen träumen davon, das nötige Kleingeld zu besitzen, um sich den Traum vom WM-Besuch zu erfüllen. Aber: Wir dürfen hinfliegen! Niemand verbietet uns, ins Reisebüro zu gehen und Tickets zu buchen. Die Menschen in Nordkorea kennen dieses für uns selbstverständliche Privileg nicht. Auch wenn sie die finanziellen Mittel erst gar nicht besitzen – deutlich wichtiger wäre vielen von ihnen, sich frei und ohne Diktat von oben bewegen zu dürfen. Auch daran sollten wir während vier Wochen Fußball-Weltmeisterschaft einmal denken. Trotz Vuvuzelas und aller Euphorie, die uns ab morgen wieder vollkommen in ihren Bann ziehen wird.

 

Und was glauben, was wissen Sie? Diskutieren Sie mit uns und unseren Lesern - schreiben Sie uns an

 

info[at]grenzlandnachrichten.de

 


Mal ganz ohne Kristallkugel

Dienstag, 1. Juni, 14.15 Uhr

 

(ur). Deutschland wird Weltmeister. Sagen die einen. Die anderen: Wir sind schon nach der Vorrunde raus. Ohne Ballack geht gar nichts. Wir spielen viel besser ohne Ballack. Adler, Träsch und Westermann müssen zuschauen, aber der neue Kapitän Philipp Lahm glaubt ganz fest daran, dass wir auch ohne die Verletzten eine tolle Truppe zusammen haben. Und jetzt sind auch die Probleme mit dem Quartier behoben. Was soll da noch schief gehen?

 

Hässlich ist da eher, dass der Bremer Frings das deutsche WM-Schiff weiter torpediert. Das alles klingt ganz schön nach beleidigter Leberwurst, was der Hau-weg-den-Dreck von der Weser da vom Stapel lässt. Dabei sollte sich doch alle bemühen, im ruhigen Fahrwasser zu bleiben. Wäre nicht auszudenken, wenn aus dem deutschen Frachter ein Äppelkahn werden würde.

 

Denn Trainer Jogi Löw gehen die Männer fürs Mittelfeld aus. Nun muss ja bald die Alternative zur Alternative der Alternative auf die „Sechs“. Ein Freund meinte noch: „Ich halt mir mal den Juni frei, vielleicht ruft der Jogi ja noch an.“ Weit gehen die Meinungen auch zu diesem Thema auseinander. Sammy Kadheira habe diese Rolle gegen Ungarn gut interpretiert, sagen die einen. Aus der anderen Ecke hören wir: Der hat überhaupt nichts verstanden.

 

Am 13. Juni um halb neun geht’s los. Gegner ist Australien. Vom Blatt her natürlich eine machbare Aufgabe. Am 18. Juni treffen wir auf Serbien, am 23. Juni heißt der Gegner Ghana. Hand aufs Herz: In dieser Gruppe D können wir bestehen und uns fürs Achtelfinale qualifizieren. Dann könnte es haarig werden: England, USA, Slowenien und Algerien - aus diesem Pool kommt der nächste Gegner.

Weiter wollen wir noch nicht schauen, denn Kristallkugeln helfen auch im Fußball nicht weiter.

 

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Immer grünes Duell: Borussia vs Bayern

Donnerstag, 29. April, 11.03 Uhr

 

(ur). Diesen Termin wollte sich GN-Fotograf Josef Rütten nicht nehmen lassen. Schon gar nicht bei bestem Fußballwetter. Die Bayern kommen in den Borussia-Park, kurz vor Ende der Meisterschaft. Bei Willi und in allen anderen Gaststätten ist man sich einig: Die Borussia gewinnt, die Bayern vergeigen ausgerechnet in Mönchengladbach die Meisterschaft. Und Schalke-Werner nickt. Aber das war vor dem Spiel.

 

Wir haben Ihnen unsere aktuelle zeitgeist-Seite als pdf-Datei zum Download zur Verfügung gestellt. Damit die fast entgleisten Gesichtszüge von Mario Gomez gut „rüberkommen“, dauert der Download ein wenig.

 


zeitgeist_borussia.pdf

Da bekommt man richtig Hunger



Achtung: Eisbelohnung in Aussicht. Foto: Josef Rütten

Mittwoch, 21. April 13.59 Uhr

 

(ur). Alle mal zugehört: „Wenn Ihr heute gewinnt, gibt es zur Belohnung ein Eis, wenn Ihr das nächste Mal auch noch gewinnt, gehen wir zu MacDonald.“ Feine Aussichten für E3-Junioren von TuRa Brüggen, wenn sich Trainer Uli Stevens (in der Bildmitte) neben dem Fußball auch um die Ernährung kümmert. Und es wurde richtig spannend. 4:3 hieß es am Ende für die TuRaner bei der E4 von Rhenania Hinsbeck. Aber jetzt kommt auf den Tabellensiebten der E-Jugend-Kreisklasse, Gruppe 10, ein richtiger „Brocken“ zu: Die eigene E2, derzeit Tabellenführer. Das interne Duell wird am Samstag, 24. April, um 10 Uhr auf dem Vennberg angepfiffen. Da werden Mutti und Vati, Oma und Opa das Einkaufen auf den Mittag verlegen müssen - wenn so viel auf dem Spiel steht.

 


Was für ein Akkord



Quelle: www.all-guitar-chords.com

Donnerstag, 18. März, 11.31 Uhr

 

(ur). Sie wird es spielen. Ganz sicher. Natürlich auch ein paar von den neueren Stücken, aber auch dieses tolle Lied, das mit dem cis-Moll-Akkord beginnt. „This Is the Life“ - so ist das Leben: Eben ein paar Klicks im Internet - und schon ist man im Finale. Dann schnell den Lambertimarkt in ein kleines schottisches Paradies verwandelt. Schließlich beantwortet der Bürgermeister Christian Wagner fast alle Fragen richtig (das macht er grandios - Hand aufs Herz: Hätten Sie alle Fragen richtig beantworten können?). Um die Spannung noch zu puschen, besteht der Bürgermeister auch im Stechen. Nettetal war ja mit der Stadt Ochtrup nach Punkten gleichauf.

 

Sie wird es also spielen, die Amy, wenn sie mit ihrer Jumbogitarre nach Nettetal kommt. So ist das Leben, wenn Nettetal im Wettbewerb „WDR 2 für eine Stadt“ gewinnt. Wir werden den Akkord erkennen und dann mitsingen (auch wenn ganz schön viele Worte in ganz wenige Sekunde passen müssen). Eine tolle Sache für unsere Stadt, oder?

 

 


Ewig nur der TSV



Foto: Josef Rütten

Donnerstag, 11. März, 17.45 Uhr

 

(ur). Unser Fotograf Josef Rütten hatte Sebastian Gerits, torgefährlicher Rückraumschütze beim Handball-Verbandsligisten TSV Kaldenkirchen, beobachtet, als nach einem Pfiff der Schiedsrichter ein kleines Aktionsvakuum entstand. Denn Ball wollte der Gerry dennoch nicht hergeben. „30 Tore in zwei Spielen“, jubelte Arno Heyer, Manager und sportlicher Leiter des TSV, und ergänzte: „Fox hat 33 Tore, aber in der ganzen Saison.“ Sicherlich wollte Arno den Kreisläufer des TSV damit nicht „in die Pfanne hauen“, sondern nur die außergewöhnliche Bilanz von Gerry verdeutlichen. Inzwischen hat der Torjäger beim TSV verlängert - bis 2015. Eine doch ungewöhnliche Zeitspanne. Dem Gerry gefällt es wohl bei den Blau-Weißen.

 

 


Noch mal die Borussia





Foto: Josef Rütten

Donnerstag, 16. Juli, 11.59 Uhr

 

(ur). Diesmal musste unser Fotograf Josef Rütten ganz früh raus. Dabei frühstückt er doch so gerne gegen halb zehn. Aber am letzten Freitag baten die Borussen schon um 9 Uhr in ihren Park. Der Jupp hat’s überstanden.

 

Und wir? Wir drücken unserer Borussia ganz fest die Daumen, dass die nächste Saison keine Zittersaison wird. Muss je kein Platz unter den ersten Fünf herausspringen. Platz neun oder zehn, vor den Kölnern, das wär doch ok, oder?

 


Volle Kanne

Donnerstag, 27. März, 14.22 Uhr

 

(ur). Dieses Foto unseres Fotografen Josef Rütten können wir Ihnen nun wirklich nicht vorenthalten. Er hielt diese Szene beim Jugendtraining des TSV Kaldenkirchen fest.

 

 




Foto: Josef Rütten

Ein bisschen mehr als ein Foto



Foto: Josef Rütten

Donnerstag, 14. Februar, 11.47 Uhr

 

(ur). Das wollten wir Ihnen nicht vorenthalten. Ist es nicht ein herrliches Bild, das unser Fotograf Josef Rütten geschossen hat. Wir denken nämlich, dass es nicht nur eine simple Szene aus der F-Jugendpartie Union Nettetal und dem SV Grefrath ist.

 

Das Foto erzählt auch vom organisierten Vereinssport, von Trainern, Betreuern und Eltern, die sich für den Jugendfußball engagieren. Da spielt ein Junge und ein Mädchen. Das hat es früher nicht gegeben - was für eine tolle Entwicklung. Genießen Sie einen Moment dieses Foto, schauen Sie nicht drauf, sondern auch ein bisschen dahinter.


Problem gelöst

Freitag, 16. November, 12.49 Uhr

 

(ur). Gestern tagte der „Redaktionsrat“. Erklärt wurde, dass die 52. Ausgabe der Grenzland-Nachrichten am Freitag, 28. Dezember, erscheint. Die erste Ausgabe im neuen Jahr erscheint am Freitag, 4. Januar. Danach halten Sie den GN wieder wie gewohnt jeden Donnerstag in Ihren Händen.

 

Ein Blick auf den Kalender macht es deutlich: Die Feiertage liegen in diesem Jahr ganz schön „verquast“ - jedenfalls, was die Produktion der GN betrifft. Aber wir glauben, so haben wir’s ganz gut in den Griff bekommen.

 

 


Geht ja gar nicht



„Schneller Opa, solange noch Schnee liegt“
Karikatur: Heinz Stenmans


Freitag, 16. November, 12.38 Uhr

 

(ur). Übers Wetter reden in unserer Region, das geht ja gar nicht. Denken wir einmal zurück: „Alle reden übers Wetter, wir nicht“, verkündete die Bahn vor Jahren und wurde schnell von der Wirklichkeit eingeholt. Wenn der Winter nicht mal eben übers Land haucht, sondern klobig seine Füße ins Grenzland stellt, fährt natürlich auch bei der Bahn kein Zug mehr. In diesen Tagen aus ganz anderen Gründen auch nicht.

 

Nun soll es schneien am Wochenende - hoffen die Kinder und die, die es grundsätzlich gerne in Weiß mögen. Wenn es denn so kommen sollte, wird alles schnell wieder geschmolzen sein. Das ist hier eben so. Oder können Sie sich an den letzten Schnee erinnern, der länger als eine Woche (in beschreibbarer Konsistenz) liegen blieb?

 

Ungewöhnlich wäre es für diese Jahreszeit dennoch. So früh im November. Aber es kommt wie immer. Da haste Schnee mitten im Herbst, und wenn es Weihnachten endlich weiß werden soll, fegt der Südwest-Wind irgendeinen Nieselregel über Lobberich. Tolle Aussichten.

 

 


Das gibt Diskussionen ...



Karikatur von Heinz Stenmans

Donnerstag, 27. September, 11.55 Uhr

 

(ur). Nun ist das Jahr auch wieder bald um. Die Zeit vergeht so schnell. Kaum sind die Sommerferien vorbei, da stecken wir mitten in den Herbstferien. Und wenn die ersten Blätter fallen, riecht es hier im Grenzland überall nach Kunst. Weil’s dann so schön kuschelig wird.

 

Aber schon geht der Ärger los: Dem einen ist es zu bunt, dem anderen zu glatt. „Der will doch nur seinen Verkauf anheizen“, schreit einer in die Menge, „das kann ich auch“, an anderer. Nun, Kunst ist ein gefährliches Gebiet. Man kann sich trefflich blamieren, sowohl als Betrachter als auch als Künstler.

 

Oder war’s anders herum?

 

Egal. Dass sich jetzt in der Nettetaler Kunstszene die Balken biegen, ist fast schon Kaberett - und allein deswegen gut. Mit seinen Standpunkten kann man auch hier anecken - wie in der richtigen Kunst. Und egal, was du sagst, du findest immer einen, der dir auf die Schulter klopft und einen, der dich fast verklagen will. Irgendwie herrlich.

 


Nur so zum Spaß

Donnerstag, 30. August, 11.11 Uhr

(ur). Hoffmann stöbert gerne. Und da fiel ihm dieses nette, kleine Video in die Hände. Entdeckt hat er es auf der Internetseite von www.bildblog.de. Hier werden Notizen über eine große deustche Boulevardzeitung gemacht.

 

www.bildblog.de/2446/in-eigener-sache-der-bildblog-werbespot

 

 

 


Josefs Nachlese



Foto: Josef Rütten

Donnerstag, 30. August, 10.49 Uhr

(ur). Der eine zupft sein Trikots zurecht, ein anderer ist aufgeregt, wieder andere warten lässig auf den Anpfiff: Die D1-Jugend des SC Waldniel vor dem Spiel der Bestengruppe gegen den SC Union Nettetal. GN-Fotograf Josef Rütten schoss dieses etwas andere Mannschaftsfoto auf der Breyell Christian-Rötzel-Kampfbahn.


Fangen wir halt von vorne an

Donnerstag, 26. Juli, 14.27 Uhr

(ur). Ja, fangen wir halt von vorne an. Sie haben sicherlich schon erfahren, dass durch einen technisch komplizierten Defekt alle Daten nach dem 11. Januar 2007 von unserer Homepage verschwunden sind. Offensichtlich für immer. Es gibt hier und da Gerüchte, dass der eine oder andere Artikel doch noch irgendwo im All umherschwebt. Aber ehrlich gesagt: Wir in der Redaktion glauben nicht mehr dran.

 

Also können wir uns nur bei unserer Leserschaft entschuldigen für dieses Malheur. Dumm gelaufen. Jetzt klafft in unserem Archiv eine große Lücke. Schade. Hoffentlich halten Sie uns weiter die Treue.

 

Mit der Zeit wird also unser Tagebuch wieder wachsen. Wir wissen, dass Sie gern mal hier herein geschaut haben. Wir werden uns freuen, wenn es so bleiben sollte.